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Montag, 1. April 2019

Wird die Welt besser/schlechter ohne Ideologien und Religionen?

Die grössten Katastrophen auf dieser Welt werden durch Gewalt ausgelöst.
      Jeder, der die Ansichten einer Ideologie oder Religion vertritt, ist mitverantwortlich dafür, dass im Namen seiner Weltanschauung keine Gewalttaten verübt werden.
Jeder Muslim muss gegenüber Gleichgesinnten und Andersgläubigen klarstellen, dass er gegen die Jihadisten ist.
Jeder Jude muss gegen das Verschieben der Grenzen von Israel Stellung nehmen.
Jeder Christ muss eingestehen, dass im Namen seines Glaubens furchtbare Verbrechen begannen wurden. Jeder Christ muss sich bewusst sein, dass die Bibelstellen, die die Homosexualität verurteilen für die Homosexuellen riesige Probleme - bis hin zu Verfolgungen - verursachen.
Jeder Katholik muss sich von der ablehnenden Haltung der katholischen Kirche und der Caritas gegenüber der Familienplanung in den Entwicklungsländern distanzieren, denn dies führt zu Hunger, Elend und Gewalt.
Jeder Sozialdemokrat sollte sich vom Klassenkampf distanzieren. Denn Kampf führt zu Unfrieden. Die Sozialdemokraten müssen sich klar von gewalttätigen linksextremen Gruppierungen distanzieren. 
Alle Parteien rechts von der Mitte müssen sich klar von rechtsextremen Gruppierungen abgrenzen, damit sich die Gräueltaten der Nazis nicht mehr wiederholen können.
                Es ist sicher unbestritten, dass alle Ideologien und Religionen schon Ursprung von Gewaltaten waren.
                 A b e r  werden die Menschen ohne Religionen und Ideologien nicht zu Egoisten? Verfallen nicht die Sitten? Wird die soziale Ungerechtigkeit nicht noch grösser?
In den sechziger Jahren nahm der Einfluss der Kirchen stark ab. Aber die Statistik zeigt, dass die Diebstähle bei der einheimischen Bevölkerung nicht zugenommen haben.
Auch die Religionslosen bemühen sich bei den Arbeitskollegen und im Freundeskreis gut anzukommen. In einem spannungsfreien Umfeld realisieren die meisten Menschen, dass ihnen der eigene Egoismus meistens schadet. Wir lieben weiterhin unseren Nächsten, weil wir auch von unseren Mitmenschen geliebt werden wollen und nicht weil uns ein Moralkodex das vorschreibt.
Die Scheidungen haben sicher zugenommen, aber war es früher besser als man in der Ehe widerwillig ausharrte? Ich vermute, dass anteilsmässig die einvernehmlichen Scheidungen zugenommen haben.
Wer sich offen zum christlichen Glauben bekennt, muss sich bewusst sein, dass sein Lebenswandel kritisch von seinen Mitmenschen beurteilt wird. Wenn die Diskrepanz gross ist, wird er zu Recht als Scheinheiliger bezeichnet. Traurige Beispiele sind die katholischen Priester, die sich an Kindern vergehen.
Die katholische und reformierte Kirche verlieren viele Mitglieder.
Die Anzahl der Konfessionslosen hat stark zugenommen.
Nur noch wenige Katholiken und Reformierte (oder Protestanten) sind davon überzeugt, dass ihr Glaube alleinseligmachend ist. Dadurch verlieren ihre Kirchen einerseits an Stosskraft und Schwung, anderseits führt ihr Glaube nicht mehr zu Konflikten. Katholiken und Reformierte leben heute konfliktfrei miteinander und  mit Andersgläubigen.
Alle Kirchen profitieren davon, dass sich der Mensch in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten wohl fühlt.
Das Gleiche gilt auch für Clubs aller Art, aber auch für Parteien und politische Gruppierungen.
Die meisten Europäer werden zustimmen, dass die Welt mit weniger starken Religionsgemeinschaften nicht schlechter geworden ist.
Aber kann man jetzt in Analogie folgern, dass die Welt ohne Sozialismus auch nicht schlechter wird? Oder gilt die Befürchtung der Linken, dass ohne Klassenkampf die Schwächeren in unserer Gesellschaft verlieren werden?
Die Schweiz ist ein Land in dem die Löhne der Geringverdiener so hoch wie kaum in einem anderen Land sind, obwohl der Klassenkampf weniger bedeutend war als in den meisten anderen Ländern.
Die funktionierende Sozialpartnerschaft ist ein Markenzeichen des schweizerischen Erfolgsmodells.
So wie die Religionslosen einsehen, dass ihnen der eigene Egoismus meistens schadet, so können auch ideologiefreie Politiker einsehen, dass es allen besser geht, wenn es auch den Geringverdienern gut geht.

Mittwoch, 13. März 2019

Inhaltsverzeichnis

Alle Posts sind kurz gefasst!

Der Tanz ums goldene Kalb                                        15.02.2019
Die EU tritt als Monopolist für den europäischen Binnenmarkt auf und erpresst Grossbritannien und die Schweiz.

Die Rosinenpicker                                                         08.01.2019
Die unbeschränkte Personenfreizügigkeit darf nicht herausgebrochen werden. Wer es versucht, wird als Rosinenpicker bezeichnet.

Grüne Fehlentwicklungen                                           19.11.2018
Ideologische Scheuklappen führen beim Umweltschutz zu vielen Fehlentwicklungen.

Kampf der Weltanschauungen                                   13.08.2018
Gewinnen die Gutmenschen den Kampf?

Direkte Demokratie                                                     13.06.2018
Die direkte Demokratie ist die höchste Form der Demokratie.

Kritische Betrachtung der Menschenrechte                08.05.2018
Die Verfasser der Menschenrechte kuschen vor den Religionen und Ideologien.

Das Problem mit den Gutmenschen                            26.03.2018
Trump ist der Anti-Gutmensch.

Eine erfundene Geschichte über französisches          10.02.2018
WC-Papier
Nicht alle Probleme können multilateral gelöst werden.

Flüchtlinge                                                                    17.01.2018
Das Flüchtlingsproblem kann uns innerlich zerreissen.

Frieden                                                                          19.12.2017
Für Ideologen aller Art ist ihre eigene Wahrheit wichtiger als der Frieden.

Pazifismus                                                                     27.11.2017
Ich finde, wir sollten einen moderaten Pazifismus wieder ins Gespräch bringen.

Asylpolitik                                                                     13.11.2017
Wenn Europa seine Grenzen öffnen würde, kämen pro Jahr mehrere Millionen Armutsflüchtlinge nach Europa.

Aussenpolitik                                                                29.10.2017
Wir dürfen unser Verständnis von Demokratie und Menschenrechten nicht mit Gewalt in der ganzen Welt verbreiten.

EU                                                                                  16.10.2017
Wer unterstützt die uneingeschränkte Personenfreizügigkeit in der EU? Es ist die unheilige Allianz der Sozialdemokraten und der Wirtschaft.

Ideologien                                                                      27.09.2017
Können wir ohne Ideologien und Religionen leben?

Islam                                                                              21.09.2017
Ist der Islam eine respektable Religion?

Sozialismus                                                                    18.09.2017
Der Sozialismus ist eine Ideologie, die alle territorialen Grenzen aufheben will.

Nationalismus                                                                18.09.2017
Sobald der Nationalismus einen ideologischen Charakter bekommt, führt er früher oder später zu Krieg.


Welche Ansichten haben Sie? Kommentare sind sehr willkommen.
Oder schreiben Sie mir:  2000phil2000@gemail.com



Freitag, 15. Februar 2019

DerTanz um das goldene Kalb

Sonderbare Beziehungsdramen spielen sich gegenwärtig in Europa ab. Die Ausgangslage in der Schweiz und in Grossbritannien ist zwar eine andere, doch zeigen sich erstaunliche Parallelen. In beiden Ländern stellen sich grosse Teile der Bevölkerung gegen einen neuen Deal mit der EU.
Bei der EU hat das Durchsetzen ihrer Ideologie Priorität, wie es den EU-Bürgern geht ist zweitrangig.
Die EU ist ein Projekt von Gutmenschen, die keine Rücksicht auf Nichtmitglieder nehmen.
Die EU hat ein Demokratiedefizit!
Wie wäre das Resultat, wenn alle EU-Bürger in einer Abstimmung gefragt würden, ob sie sich die EU als Staatenbund oder als Bundesstaat wünschen?
Die EU hat schlechte Erfahrung mit der direkten Demokratie in Grossbritannien gemacht. Es wird sich in Brüssel die Meinung verfestigen, dass dem Stimmvolk nicht zu trauen ist.
Die Beziehung zwischen der EU und der direkten Demokratie ist voll von Irritationen.
Die Grundidee des Binnenmarktes stösst in ganz Europa auf breite Zustimmung. Aber die uneingeschränkte Personenfreizügigkeit entzweit Europa. Die Forderung der EU, nur nach ihren Spielregeln zu spielen, scheint für souveräne Nationen, die sich nicht fragen müssen, ob sie eine Mitschuld am Ausbruch der beiden Weltkriege haben, eine Zumutung zu sein.
Ländern, denen die Untrennbarkeit der vier europäischen Freiheiten nicht einleuchtet, wird mit dem Ausschluss aus dem Binnenmarkt gedroht.
Die EU tritt als Monopolist für den europäischen Binnenmarkt auf, zeigt dabei aber keine Spur von Gewissensbissen. Für mich wieder ein Beispiel dafür, dass Menschen, die dogmatisch eine "gute" Idee vertreten, viel Unheil anrichten.
Wenn Grossbritannien und die Schweiz sich dem Diktat der EU nicht fügen, müssen sie mit partiellem Ausschluss aus dem Binnenmarkt rechnen. Es kann sein, dass dann für einige Zeit der Wohlstand in beiden Ländern weniger rasch wächst. Beide Länder wissen nicht mit welchen "Strafmassnahmen" von Brüssel sie rechnen müssen, aber da auch der innereuropäische Handel von WTO Regeln bestimmt wird, werden die Auswirkungen kleiner sein, als von den EU-Anhängern behauptet wird.
Aber ist es das höchste aller Ziele unseren Wohlstand zu optimieren?
Lohnt sich der Tanz ums goldene Kalb?
Gibt es nicht höhere Werte als die Höhe des Wirtschaftswachstums? Sollten die Politiker nicht dafür eintreten, dass die Bevölkerung nach eigenen Regeln leben kann und nicht fremdbestimmt wird?
     Langfristig wird aber auch der Wohlstand höher sein, wenn wir nicht mit starrem Blick das goldene Kalb fixieren.
Wollen wir uns die Planung des Berliner Flughafens, den starren französischen Zentralismus oder das italienische Chaos als Vorbild nehmen? Ist die Schweiz nicht die erfolgreichste europäische Nation?



Weitere Posts mit dem Label EU:
8. Januar 2019   Die Rosinenpicker
13. Juni 2019   Direkte Demokratie
16. Oktober 2017   EU





Dienstag, 8. Januar 2019

Die Rosinenpicker

Die Briten und die Schweizer werden als Rosinenpicker bezeichnet.
       Wie ich schon in meinem Post vom Oktober 2017 betonte, liebe ich Europa, aber ich habe Probleme mit der EU in der heutigen Form.
Viele Anhänger der EU beharren auf der Untrennbarkeit der vier Freiheiten. Die unbeschränkte Personenfreizügigkeit darf nicht herausgebrochen werden. Wer es versucht wird als Rosinenpicker bezeichnet.
In Twitter findet man häufig die Aussage: #Rosinenpicker braucht Europa nicht!
Aus ökonomischer Sicht spricht aber nichts für die Untrennbarkeit der vier europäischen Freiheiten. Anders wäre es z.B. wenn ein Land die Güterfreiheit möchte, ohne sich auch zu verpflichten die Vereinbarungen betreffend Umweltschutz einzuhalten.
Wenn ein Land die Personenfreizügigkeit einschränken könnte, hätten die andern Mitgliedsländer keinen wirtschaftlichen Nachteil.
Die EU-Euphoriker wollen die vier Freiheiten mit Zwang durchsetzen. Was für ein Widerspruch!
Die Idee vom vereinten Europa wird häufig mit ideologischem Eifer vertreten. Aber sollten nicht gerade die Deutschen wissen, dass zu viel Eifer in der Politik zu grossen Katastrophen führen kann? Ist Eifer für etwas Gutes immer gut? Nein es gilt "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint"
      Wäre nicht mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer Länder angebracht? Dogmatische Sturheit und Besserwisserei wird die EU zerstören!
Mit mehr Flexibilität wäre es nicht zum Brexit gekommen!
       Die EU hat ein Demokratie Defizit, immer mehr Bürger empfinden Brüssel als Bürokratie-Monster.

Montag, 19. November 2018

Grüne Ideen und Ideologien



Grüne Fehlentwicklungen

Plastik
Riesige Mengen an Plastik verschmutzen die Meere. Dies muss gestoppt werden! Aber wie?
An den Stränden von Europa kommt der grösste Teil des angeschwemmten Plastiks von Schiffen.
In den Häfen der EU-Staaten mussten bis jetzt alle Schiffe eine Abfallgebühr bezahlen, unabhängig von der abgegebenen Menge.
Sie erhalten dafür eine Freimenge. Wenn ein Schiff mehr Abfälle abliefern will, muss es eine zusätzliche Gebühr bezahlen. Dies führt natürlich zur Versuchung den überschüssigen Abfall illegal im Meer zu entsorgen.
Nach einem neuen Richtlinienvorschlag können die Schiffe Abfälle ohne Mengenbegrenzung abgeben. Die Häfen müssten dafür höhere fixe Gebühren verlangen und wehren sich dagegen, weil dies zu einem Wettbewerbsnachteil führen würde.
Aber diese neuen Richtlinien müssen so rasch als möglich in Kraft treten, wenn wir die Verschmutzung der Meere ernsthaft stoppen wollen.
Von dieser neuen Richtlinie habe ich erst einmal in den Medien erfahren.
Statt dessen verbreiten die Medien dutzende Artikel in denen der Einsatz von Plastiksäcken mit Gebühren belastet werden soll und suggerieren, dass wir damit etwas zur Reinhaltung der Meere beitragen. Ich vermute aber, dass in Europa kaum ein Promill dieser Plastiksäcke im Meer landet.
Dies ist reine S c h a u m s c h l ä g e r e i. 
Für die Medien ist es nicht attraktiv über Hafenauffangeinrichtungen für Schiffsabfälle zu berichten. Sie berichten lieber über Gesetze die den Gebrauch von Kunststoffartikel beschränken und bedienen damit das bei jedem Menschen im emotionalen Bereich verankerte Spar- und Verzichtssyndrom.
Abgesehen davon bin ich natürlich auch dafür, dass jeder sich persönlich für den nachhaltigen Gebrauch unserer Ressourcen einsetzt.

Brennholz
Heizen mit Holz ist klimaneutral. Dies ist nur die halbe Wahrheit!
Blätter, Äste und Baumstämme verrotten im Wald und bilden Humus. Der Humus seinerseits wird durch Bakterien langsam abgebaut (Mineralisation).
In einem Naturwald bleibt die Humusschicht immer gleich hoch. Es besteht ein Gleichgewicht. Es wird gleich viel Humus aus neuer Biomasse gebildet, wie Humus durch Mineralisation abgebaut wird.
Wenn regelmässig Holz aus dem Wald entfernt wird, entsteht ein neues Gleichgewicht, die Humusschicht wird dünner und der CO2-Speicher Humus wird kleiner.
In der obersten Bodenschicht der Welt sind mehrere Tausend Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden, mehr als in der Erdatmosphäre und der gesamten Erdvegetation zusammen.
Der Humus ist eine ganz wichtige Kohlenstoffsenke, die heute auch durch intensive Landwirtschaft und Brandrodungen erheblich reduziert wird.

Sonnenenergie
Die Photovoltaik ist eine faszinierende Technologie, mit der fast unbeschränkt viel Energie gewonnen werden kann.
Die Nutzung der Sonnenergie bringt aber vorläufig noch grosse Probleme mit sich.
In Zürich scheint die Sonne im Juli durchschnittlich 6.8 Stunden, im Januar aber nur 1.4 Stunden (wetter.com).
Im Januar ist der Energieverbrauch aber am grössten und im Juli am kleinsten.
Die Einspeisevergütung ist im Winter und Sommer die gleiche.
Dies ist realitätsfremd! Die Einspeisevergütung muss im Winter höher sein als im Sommer!
Es braucht Kurz- und Langzeitspeicher.
Vielversprechend sind Power-to-Gas-Anlagen, aber die so gespeicherte Energie wird heute immer noch viel zu teuer.
Wenn das gewonnene Methan mit einer Gasturbine wieder in Strom verwandelt wird, beträgt der Gesamtwirkungsgrad nur 30%.

Klimaerwärmung
Der CO2-Ausstoss muss reduziert werden.
Die CO2-Emissionen in Tonnen pro Person und Jahr sind in den einzelnen Länder sehr verschieden.                      
Katar                                40.4
USA                                  16.5
Deutschland                       9.4
Indien                                 1.6 (steigt rasch)
Republik Kongo                   0.5

Durch Konsumverzicht kann die CO2-Emission pro per Person
reduziert werden.                        

Der weltweite CO2-Ausstoss ist das Produkt aus dem CO2-Ausstoss des einzelnen Menschen mal die Anzahl der Menschen auf der Welt.

    CO2-Ausstoss des                    Anzahl Menschen               weltweiter
   einzelnen Menschen       X         auf der Welt        =    CO2-Ausstoss 

Die Weltbevölkerungszahl ist demnach gleich wichtig wie die Emission pro Person.
Diese Tatsache ist aber für die meisten Grünen ein Tabu.
Alle 12 Jahre wächst die Weltbevölkerung um 1 Milliarde Menschen.
Es bringt nichts wenn wir unseren Ausstoss von Treibhausgasen um einen Drittel reduzieren, wenn in der gleichen Zeit die Weltbevölkerung um einen Drittel zunimmt.
Die Zunahme der Weltbevölkerung sollte durch freiwillige Familienplanung verlangsamt werden.
Greenpeace, der WWF und die meisten Naturschutzverbände verschweigen diese Zusammenhänge, man könnte ja als Rassist gelten. Die Verantwortlichen sind zu feige, lieber lassen sie die Welt zu Grunde gehen.
Alle Ideologen und alle Religiösen haben Schwierigkeiten sich mit dem Thema Bevölkerungswachstum zu befassen.

Artensterben
Experten schätzen, dass täglich zwischen 50 und 150 Arten unwiederbringlich von der Erde verschwinden.
Ein grosser Teil der Tier- und Pflanzenarten werden in den nächsten Jahrzehnten verschwinden.
Nur wenn man ideologische Scheuklappen trägt, sieht man nicht, dass die Hauptursache für das Artensterben das Bevölkerungswachstum ist.
   



Montag, 13. August 2018

Kampf der Weltanschauungen



Gewinnen die Gutmenschen den Kampf?


Im 16. und 17. Jahrhundert gab es einen Kampf der katholischen Weltanschauung gegen die evangelische.
        Im 19. Jahrhundert entstanden die Ideologien Sozialismus und Kommunismus. Marx lancierte den Klassenkampf.
Die linken und die rechten Weltanschauungen stehen bis heute in einem Kampf. Es wird darum gerungen, welche Anschauung besser für das Land, die Wirtschaft und alle Schichten der Bevölkerung sei. 
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert gab es immer weniger eine Kluft zwischen den Arbeitern und den Fabrikbesitzern. Es gibt immer mehr kleine Betriebe und die Arbeitnehmer sind immer weniger einfache Arbeiter, sondern haben immer anspruchsvollere Berufe. Gibt es immer noch die Auseinandersetzungen zwischen den Linken und den Rechten?
In den sozialdemokratischen Parteien gibt es immer mehr Intellektuelle. Die klassischen links-rechts Auseinandersetzungen verlieren an Bedeutung.
Die neuen Auseinandersetzungen finden zwischen Gutmenschen, Realisten und Populisten statt.


                       Katholiken    -----     Protestanten
                              Linke      -----       Rechte
              Gutmenschen  ---  Realisten  ---  Populisten


Populisten gibt es bei den linken und den rechten Parteien.
Der Begriff "Realisten" ist auch schwer zu fassen. Er ist vielleicht mit dem Begriff "Vernunftmenschen" gleichzusetzen. Für die Linken ist der Begriff "Gutmenscheine sarkastische, gehässige oder verachtend gemeinte Verunglimpfung von Einzelpersonen oder Gruppen.

In den sozialen Medien wehren sich die Gutmenschen gegen die Verwendung dieses Begriffes, ich hab aber kein weniger negatives Synonym gefunden. Vielleicht "vorwiegend emotional gesteuerte Personen"?
Die negativen Einflüsse der Gutmenschen bei der Entwicklungshilfe, der Aussenpolitik (z,B. der blutige Versuch Assad zu entfernen) und bei der Familienplanung habe ich in meinem Post "Das Problem mit den Gutmenschen"  vom 12. März 2018 beschrieben. Aber auch bei der Flüchtlingsproblematik ist der Einfluss der Gutmenschen prekär. Sicher, niemand hat hier die Wunderlösung, aber die Willkommenskultur von Kanzlerin Merkel ist sicher ein Paradebeispiel für den negativen Einfluss der Gutmenschen in der Politik.  
Auch die Einführung des Euro wurde vom Gutmenschen-Denken geprägt. Kein aufrichtiger Mensch kann behaupten, dass die Einführung des Euro  zur rechten Zeit und im richtigen Umfang geschah. Die Realisten hätten der Einführung des Euro sicher nicht zugestimmt und schon gar nicht die Populisten. Aber mit den rechtsextremen Populisten würde die Europäische Wirtschaft wohl auch nicht besser gedeihen. 
Haben die Gutmenschen eine Gutmenschen-Ideologie? Ich glaube schon und wie allen Ideologen fällt es den Gutmenschen schwer Fehler zuzugeben. Die Gutmenschen geben noch immer nicht zu, dass die Einführung des Euro ein Fehler war. Und sie geben nicht zu, dass sie noch vor kurzem die Meinung vertraten, dass es mit Assad keinen Frieden geben kann.
Je mehr Einfluss die Gutmenschen haben, desto stärker werden die Populisten! Die tausendfach wiederholten moralisierenden Ermahnungen der Gutmenschen treiben die Leute in die Arme der Populisten. Ihr Gutmenschen stellt euch mal vor, ihr müsstet euch ständig die frommen Sprüche von missionierenden Christen anhören.
Wir brauchen gute Menschen, aber keine Gutmenschen!


Was hast du für Ansichten? Kommentare sind sehr willkommen.



Mittwoch, 13. Juni 2018

Direkte Demokratie

Kann in der repräsentativen Demokratie der Bürger indirekt genügend Stellung nehmen zu Sachfragen? Wenn er z.B. die EU stärken will, kann er die entsprechenden Politiker wählen.
Aber wen soll ein Stimmbürger wählen, wenn er z.B. für die Abschaffung von Hartz IV, gegen die Abtreibung und für mehr Restriktionen bei der Einwanderung ist?
Also die Behauptung, in einer repräsentativen Demokratie könne der Stimmbürger genügend seinen Willen kundtun, ist völlig abwegig.

Nur wenige Länder sind reif für die direkte Demokratie. Die direkte Demokratie ist die höchste und anspruchsvollste Staatsform.


            Kombination von direkter und repräsentativer Demokratie
                               repräsentative Demokratie
                     Demokratie mit eingeschränkten Wahlen
                             Demokratie mit Scheinwahlen
                                   Diktatur ohne Wahlen
                                                                    
Es wird argumentiert, dass viele Bürger bei Abstimmungen über Sachthemen überfordert sind. Das mag sein, aber erfahrungsgemäss richten sich viele Bürger nach den Parolen der Parteien. Dadurch sind die Parteien und die Medien gefordert, sie müssen den Leuten genau erklären, wie sie in einer Sachfrage die Probleme lösen wollen. Die Bürger sind dadurch besser informiert und können dann nicht sagen, dass die Politiker ohnehin machen was sie wollen.
Abstimmungen zu Sachfragen sind das beste Mittel gegen Politikverdrossenheit.

Von den Gegnern der direkten Demokratie wird häufig die Minarettverbotsinitiative in der Schweiz angeführt. Hier habe sich eine Mehrheit über die Rechte einer Minderheit hinweggesetzt. Die Mohammedaner können sich aber weiterhin überall treffen und auch weiterhin Moscheen bauen.
Ob das Minarettverbot gut oder schlecht ist wird man erst in 20 oder 50 Jahren beurteilen können. Das Kopftuchverbot, das unter gewissen Umständen in einigen europäischen Länder gilt, ist auch eine Beschränkung der Rechte von religiösen Minderheiten.
Und auch das Rauchverbot in der Gastronomie, das 2010 in Bayern durch einen Volksentscheid eingeführt wurde, schränkt die Rechte einer Minderheit ein.
Mehr als 10 Jahre lang kam es in Deutschland durch die Anti-AKW-Bewegung zu Grossdemonstrationen, gewaltsamen Ausschreitungen, Blockaden und Prügeleien mit der Polizei.
Wenn die AKW-Gegner eine Initiative für den Ausstieg aus der Atomenergie hätten lancieren können, wäre dieser Konflikt wohl friedlich gelöst worden.
Konflikte werden auf der Strasse ausgetragen, wenn für politisch aktive Gruppierungen nicht die Möglichkeit besteht, sich auf direktdemokratischem Weg Gehör zu verschaffen.


Die EU hat ein Demokratiedefizit. Mit mehr demokratischer Beteiligung der Bürger wären viele Fehlentwicklungen der EU vermieden worden. Die südeuropäischen Länder wären sicher nicht in der Eurozone aufgenommen worden. Die Einfürung des Euro war von euphorischen und ehrgeizigen Politikern forciert worden. Das Volk entscheidet pragmatischer.
 Ohne Zustimmung der Bürger in allen europäischen Ländern sollten keine bedeutsame völkerrechtliche Verträge geschlossen werden.
Die Mitglieder des Europäischen Parlaments vertreten nicht wirklich die Bürger von denen sie gewählt wurden, denn es lassen sich meist nur Politiker aufstellen, die von der EU in der heutigen Form überzeugt sind. EU-Skeptiker werden sich kaum für diesen Posten in Brüssel entscheiden.  



Wird die Welt besser/schlechter ohne Ideologien und Religionen?

Die grössten Katastrophen auf dieser Welt werden durch Gewalt ausgelöst.       Jeder, der die Ansichten einer Ideologie oder Religion vertr...