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Mittwoch, 13. Juni 2018

Direkte Demokratie

Kann in der repräsentativen Demokratie der Bürger indirekt genügend Stellung nehmen zu Sachfragen? Wenn er z.B. die EU stärken will, kann er die entsprechenden Politiker wählen.
Aber wen soll ein Stimmbürger wählen, wenn er z.B. für die Abschaffung von Hartz IV, gegen die Abtreibung und für mehr Restriktionen bei der Einwanderung ist?
Also die Behauptung, in einer repräsentativen Demokratie könne der Stimmbürger genügend seinen Willen kundtun, ist völlig abwegig.

Nur wenige Länder sind reif für die direkte Demokratie. Die direkte Demokratie ist die höchste und anspruchsvollste Staatsform.


            Kombination von direkter und repräsentativer Demokratie
                               repräsentative Demokratie
                     Demokratie mit eingeschränkten Wahlen
                             Demokratie mit Scheinwahlen
                                   Diktatur ohne Wahlen
                                                                    
Es wird argumentiert, dass viele Bürger bei Abstimmungen über Sachthemen überfordert sind. Das mag sein, aber erfahrungsgemäss richten sich viele Bürger nach den Parolen der Parteien. Dadurch sind die Parteien und die Medien gefordert, sie müssen den Leuten genau erklären, wie sie in einer Sachfrage die Probleme lösen wollen. Die Bürger sind dadurch besser informiert und können dann nicht sagen, dass die Politiker ohnehin machen was sie wollen.
Abstimmungen zu Sachfragen sind das beste Mittel gegen Politikverdrossenheit.

Von den Gegnern der direkten Demokratie wird häufig die Minarettverbotsinitiative in der Schweiz angeführt. Hier habe sich eine Mehrheit über die Rechte einer Minderheit hinweggesetzt. Die Mohammedaner können sich aber weiterhin überall treffen und auch weiterhin Moscheen bauen.
Ob das Minarettverbot gut oder schlecht ist wird man erst in 20 oder 50 Jahren beurteilen können. Das Kopftuchverbot, das unter gewissen Umständen in einigen europäischen Länder gilt, ist auch eine Beschränkung der Rechte von religiösen Minderheiten.
Und auch das Rauchverbot in der Gastronomie, das 2010 in Bayern durch einen Volksentscheid eingeführt wurde, schränkt die Rechte einer Minderheit ein.
Mehr als 10 Jahre lang kam es in Deutschland durch die Anti-AKW-Bewegung zu Grossdemonstrationen, gewaltsamen Ausschreitungen, Blockaden und Prügeleien mit der Polizei.
Wenn die AKW-Gegner eine Initiative für den Ausstieg aus der Atomenergie hätten lancieren können, wäre dieser Konflikt wohl friedlich gelöst worden.
Konflikte werden auf der Strasse ausgetragen, wenn für politisch aktive Gruppierungen nicht die Möglichkeit besteht, sich auf direktdemokratischem Weg Gehör zu verschaffen.


Die EU hat ein Demokratiedefizit. Mit mehr demokratischer Beteiligung der Bürger wären viele Fehlentwicklungen der EU vermieden worden. Die südeuropäischen Länder wären sicher nicht in der Eurozone aufgenommen worden. Die Einfürung des Euro war von euphorischen und ehrgeizigen Politikern forciert worden. Das Volk entscheidet pragmatischer.
 Ohne Zustimmung der Bürger in allen europäischen Ländern sollten keine bedeutsame völkerrechtliche Verträge geschlossen werden.
Die Mitglieder des Europäischen Parlaments vertreten nicht wirklich die Bürger von denen sie gewählt wurden, denn es lassen sich meist nur Politiker aufstellen, die von der EU in der heutigen Form überzeugt sind. EU-Skeptiker werden sich kaum für diesen Posten in Brüssel entscheiden.  



Dienstag, 8. Mai 2018

Kritische Betrachtung der Menschenrechte

Das erste schriftliche Dokument, das sich mit den Menschenrechten befasste, entstand schon sehr früh. 539 v. Chr. eroberte Kyros Babylon. Er befreite die Sklaven, erklärte, dass alle Menschen das Recht haben ihre eigene Religion zu wählen und stellte Rassengleichheit her. Diese und andere Erlasse wurden auf einem gebrannten Tonzylinder in akkadischer Sprache mit Keilschrift aufgezeichnet.
1215 entstand in England die Magna Carta und 1628 die Petition of Right. Diese Dokumente sollten den einzelnen Menschen vor der willkürlichen Macht der Herrschenden schützen.
1787 kam die Verfassung der USA, 1789 die Französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte und 1791 die US Bill of Rights.
1948 wurde Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen verabschiedet. Diese 30 Artikel der Menschenrechte sind sicher ein bedeutender Schritt zu einer besseren und menschlicheren Welt.
        Aber sind die Menschenrechte, wie sie im oben erwähnten Dokument festgehalten sind, für alle Zeiten und universell gültig? Oder darf man sie auch kritisch betrachten?
Sind sie in Stein gemeisselt und so sakrosankt wie die Gesetzestafeln, die Moses auf dem Berg Sinai erhielt?
Ich glaube, die Menschenrechte können geändert und angepasst werden. Das gleiche gilt für das Völkerrecht und die Genfer Flüchtlingskonvention.
        Wir schütteln den Kopf, wenn wir hören, dass viele Bürger der USA glauben der Besitz und das Tragen von Waffen sei ein Menschenrecht.
Es gibt aber auch Rechte, die bei den 30 Artikeln fehlen. Es gibt kein Artikel, der die körperliche Unversehrtheit garantiert. Es gibt kein Artikel, aus dem man ableiten kann, dass die Beschneidung von Mädchen verboten ist. Wenn man die Beschneidung von Mädchen offiziell ächten würde, dann müsste man sich mit der Frage beschäftigen, ob die Beschneidung der Knaben toleriert werden kann und man müsste die körperliche Unversehrtheit als allgemein gültiges Menschenrecht erklären.
Die Verfasser der Menschenrechte kuschen vor den Religionen und Ideologien. Als Realist muss man aber wohl zur Einsicht kommen, dass die Vertreter der Religionen noch zu stark sind und dass sie bei einer Auseinandersetzung die Unterstützung von linken Ideologen bekommen würden.              
        Gibt es ein Recht auf Familienplanung?
In der Proklamation von Teheran wurde 1968 von der Internationalen Konferenz über Menschenrechte ein Passus aufgenommen, der besagt, dass jedem Paar das Grundrecht zugestanden werden solle, frei über die Anzahl der Kinder zu entscheiden.
Man würde annehmen, dass sich alle vernünftigen Menschen für dieses Menschenrecht einsetzen. Aber wieder einmal haben ideologisch geprägte Menschen (Katholiken und  Linksgrüne) Probleme mit diesem Menschenrecht, von dem bei dessen Durchsetzung alle Menschen auf dieser Welt nur profitieren könnten.
Jedes Jahr sterben etwa 8.8 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, an Hunger, was einem Todesfall alle 3 Sekunden entspricht. Aber die Gutmenschen wollen sich Zeit lassen und setzen darauf, dass mit vermehrter Schulbildung die Kinderzahl sinken wird.
Der fehlende Zugang zu Familienplanung führt Schätzungen zufolge zu jährlich 63 Millionen ungewollten Schwangerschaften und zu 40 Millionen Schwangerschaftsabbrüchen, welche in Entwicklungsländern ein oft lebensbedrohendes Risiko für die betroffenen Frauen bedeuten können, da sie nicht medizinisch fachgerecht durchgeführt werden.

         Sind die Menschenrechte universell gültig? Dürfen wir Verstösse gegen die Menschenrechte in anderen Kulturen kritisieren? Erdrücken wir die Eigenart fremder Kulturen und handelt es sich um abendländischen Kulturimperialismus, fragt sich Otfried Höffe. Die koloniale Expansion Europas hat weite Teile der Welt politisch, wirtschaftlich und vor allem kulturell tief verletzt.
            Wir haben ein stark individualistisches Menschenbild. In anderen Kulturen ist das Kollektiv wichtiger als das Individuum. In solchen Gesellschaften steht die Gruppe als Gesamtheit im Vordergrund, und ist wichtiger als die Selbstverwirklichung der Gruppenmitglieder. In solchen Gesellschaften haben die Menschenrechte folgerichtig weniger Bedeutung und es ist schwieriger Demokratien einzuführen. Kollektivistisch ausgeprägte Gesellschaften sind meist Diktaturen und für Diktatoren sind die Menschenrechte ein Hindernis bei deren Machtausübung.
Viele Länder sind noch nicht reif für die Demokratie. Die Menschenrechte lassen sich aber nur in Demokratien durchsetzen. Wenn wir solchen Ländern die Menschenrechtsidee aufzwingen, destabilisieren wir diese Länder. Es ist blauäugig in Diktaturen alle Menschenrechte einfordern zu wollen.
Haben nicht auch alle Gesellschaften ein Recht auf Nichteinmischung? Hat sich die Einmischung des Westens im Irak, in Libyen und Syrien für die dort lebende Bevölkerung gelohnt?
Otfried Höffe findet, dass im interkulturellen Diskurs eine argumentativ begründbare ethische Universalie gefunden werden muss. 
           Die Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht. Werden alle Religionen durch die Menschenrechte geschützt? 
Ist Scientology eine Religion? Diese Frage wird nicht in allen Ländern gleich beantwortet. Wenn ja, ist Scientology eine schutz- und förderwürdige Religion? 
Ist der Islam eine schutz- und förderwürdige Religion? Sicher praktizieren die meisten Muslime eine Religion, die von den meisten Menschen respektiert wird. Aber im Koran gibt es mehr als hundert Stellen, die man so auslegen kann, dass sie unter gewissen Umständen zu Gewalt gegen Juden, Christen oder Andersgläubigen auffordern. Die Islamisten berufen sich auf diese Stellen. 
Ist der Inhalt des Korans mit den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen vereinbar. Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nimmt obige, kursiv gedruckte Formulierung als Voraussetzung für Handlungen von Asylbewerbern.
Artikel 18 und 19 garantieren das Recht auf freie Meinungsäusserung ohne zu erklären, ob dabei gewisse Grundsätze eingehalten werden müssen. Dürfen sich auch links- und rechtsextreme Gruppierungen, die Ideologien verbreiten, die den Frieden gefährden oder zu Gewalt aufrufen, auf Artikel 18 und 19 berufen?                                                                                                                   .

















Montag, 26. März 2018

Das Problem mit den Gutmenschen

Der Duden nahm den Begriff Gutmensch im Jahr 2000 auf.
              Ist ein Gutmensch ein guter Mensch? Oder gilt: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut und gut gemeint ist nicht gut gemacht?
Man kann die Ansicht vertreten, dass der Begriff Gutmensch häufig polemisch gebraucht wird. 2015 wurde das Wort Gutmensch in Deutschland als "Unwort des Jahres" bestimmt.
Jeder Mensch (mich eingeschlossen), der höhere Ziele anstrebt, rutscht immer mal wieder in die Rolle des Gutmenschen.
Aber der Einfluss der Gutmenschen kann verheerende Folgen haben wie z.B. der Krieg in Syrien zeigt. 
Früher gab es den Rechtgläubigen, der sich auch  als besserer Mensch fühlte als seine Mitmenschen. Der Rechtgläubige stellt sich über die Papierchristen.
Noch negativer besetzt ist der Begriff Pharisäer.
Der Gutmensch, der Rechtgläubige und der Pharisäer alle fühlen sich moralisch überlegen.
Haben die Gutmenschen eine Ideologie? Gibt es die Gutmensch-Ideologie?
Die meisten Gutmenschen positionieren sich links von der Mitte.
Sie haben eine rosarote Weltanschauung.
Der Schweizer Politiker Blocher prägte den Begriff "die Linken und die Netten".
Die Netten sind meist religiös geprägt.
               Die Gutmenschen wollen alle Diktaturen in den Entwicklungs- und Schwellenländern entfernen, koste es was es wolle. In Syrien hat man versucht den schlechten Menschen Assad zu stürzen. Dadurch sind eine halbe Million Menschen für nichts und wieder nichts gestorben und mehrere Millionen Syrer mussten fliehen.
Sicher, Assad ist ein brutaler Diktator, aber kann ein Land im Nahen Osten unter Einhaltung der Menschenrechte regiert werden?
Was würde geschehen, wenn man einen Gutmenschen mit allen Vollmachten als Regierungschef in Syrien einsetzen würde?
                Auch in der Entwicklungshilfe können Gutmenschen einen negativen Einfluss habe. Mit dem Verteilen von getragenen Textilien in Afrika wird das dort ansässige Textilhandwerk zerstört. Wegen dem Verteilen von Lebensmitteln können Bauern nicht mehr vom Verkauf ihrer Produkte leben. Kleider und Lebensmittelsendungen sind nur in Katastrophengebieten sinnvoll. Dies leuchtet aber Gutmenschen nicht ein, weil sie häufig vom Helfersyndrom vereinnahmt sind.
Nur Hilfe zur Selbsthilfe bringt die Menschen in Entwicklungsländer weiter.
Gutmenschen wehren sich dagegen, dass wir in den Entwicklungsländern die freiwillige Familienplanung unterstützen, weil man uns rassistische Motive unterstellen könnte. Sicher besteht diese Gefahr, aber das darf kein Grund sein, die Familienplanung zu einem Tabuthema zu machen. Dadurch fördert man Hungersnöte und die Verwahrlosung von Kindern, die von ihren Eltern auf die Strasse geschickt werden, weil sie ihre grosse Kinderschar nicht mehr ernähren können.
Ich möchte gerne Gutmenschen nach Afrika verpflanzen und sehen, wie sie mit den dort vorhandenen Möglichkeiten 6-8 Kinder ernähren und sie bekämen keinen Zugang zu Empfängnisverhütungsmitteln!
Mehr als 3 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an den Folgen von Unterernährung und Hunger. Diese Zahl wäre deutlich kleiner, wenn wir allen Frauen die freiwillige Familienplanung ermöglichen würden.
Nun ein Blick auf die USA: Warum wurde Trump gewählt? Die Wähler der USA hatten genug von Obama, dem Trump vorwarf, dass ihm die Political Correctness wichtiger war als das Wohl des amerikanischen Volkes.
Trump ist der Anti-Gutmensch.
Wobei unklar ist, wie Anti-Gutmenschen einzustufen sind.



Samstag, 10. Februar 2018

Eine erfundene Geschichte über französisches WC-Papier

In einer kleinen französischen Stadt gab es zwei Schulhäuser. Die Verantwortlichen für den Materialeinkauf kannten sich. Sie beschlossen, in Zukunft das WC-Papier für die beiden Schulhäuser gemeinsam einzukaufen. So kann Geld gespart werden. Die Education in Frankreich muss verbessert werden.
Für das Einholen von Offerten musste das Format, die Anzahl Lagen und die couleur festgelegt werden. Sie nannten ihr WC-Papier ab jetzt WC-Papier Format WC-1.
Sie überzeugten auch das Gemeindehaus, die Feuerwehr und die Kläranlage nur noch das WC Papier Format WC-1 zu bestellen. La France muss mehr competitive werden.
Sie gelangten an die Administration in Paris. Jetzt wurde alles WC-Papier z e n t r a l über Paris eingekauft und nur noch das WC-Papier Format WC-1.
Von dieser Reform sollte auch Brüssel überzeugt werden, denn Reformen sollten auf dem European level erfolgen. Wir benötigen une Europe unie et f o r t e. Europa braucht mehr Ambitionen, es muss sich forward bewegen! Im Rahmen der 10-Jahre Strategie der EU wurde das WC-Papier Format WC-1für alle EU-Länder unwiderrufliche eingeführt.
Finnland und Schweden hatten sich erfolglos für ihre Papierindustrie gewehrt. Andere Länder wehrten sich erfolglos gegen eine zügellose Globalisierung. Das WC-Papier Format WC-1
durfte nicht durch Hinterwäldler mit nationalistischen Tendenzen aufgehalten werden.
Nein, die europäischen Werte müssen erfolgreich in die ganze Welt getragen werden. Auch Bombay und Los Angelos sollen vom besten WC-Papier profitieren. Europa muss sich gegen die mächtige Konkurenz aus USA und vorallem aus China  wehren. Darum wurde Südkorea für die nächste Marktoffensive ausgewählt.
Südkorea sollte alle Bedingungen für den reibungslosen Import von WC-Papier Format WC1 erfüllen. Südkorea wehrte sich. WC-Papier Format WC1 geht nicht in ihre WC-Papierrollenhalter, WC-Papier Format WC1 ist zu gross. Die EU drohte mit import restrictions für Samsung Mobiltelefone. Es  wirkte, die Südkoreaner ersetzten alle ihre WC-Papierrollenhalter.
         Wir sehen, alle Probleme könne nur noch multilateral gelöst werden. Es braucht internationale Kooperation und neue Strategien.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Flüchtlinge

Wir Menschen sind Individuen, die sich in der Welt zurechtfinden müssen. Wir sind aber auch soziale Wesen, die Halt und Bestätigung in der Gesellschaft suchen. Von Natur aus sind wir so gemacht, dass wir Halt und Bestätigung suchen bei Gleichgesinnten oder bei Menschen die uns möglichst ähnlich sind. Bei Menschen anderer Hautfarbe oder anderer Lebensweisen fühlen wir uns erst wohl, wenn wir festgestellt haben, dass sie ähnlich ticken. Menschen mit der rosaroten Weltanschauung und Gutmenschen werden das von sich weisen und behaupten, dass sie dieses "Urgefühl" nicht haben. Ich bin aber überzeugt, dass alle Menschen dieses Urgefühl haben, aber es fällt nicht allen Menschen gleicht leicht, dieses Urgefühl zu überspielen. Es darf auch nicht als Entschuldigung dienen, sich nur mit Gleichartigen oder Gleichgesinnten zu umgeben und alle Andersartigen zu deklassieren.
Das Flüchtlingsproblem kann uns innerlich zerreissen. Wir sehen das Elend in dem ein grosser Teil der Menschen in dieser Welt leben, aber auch wenn wir viele aufnehmen, können wir nur einen kleinen Bruchteil der Menschen, die in unser Land kommen möchten, aufnehmen.
Die Eingliederung eines Flüchtlings oder eines Migranten kostet sehr viel Geld. Mit diesem Geld könnte man 10 - 100 Menschen im Nahen Osten oder in Afrika helfen.
Den Flüchtlingsstrom kann man mittelfristig nicht durch Entwicklungshilfe reduzieren! Im Gegenteil, durch vermehrte Entwicklungshilfe haben noch mehr Menschen Zugang zu einem Fernsehgerät, wo sie sehen in welchen "paradiesischen Zuständen" wir leben und immer mehr Menschen bringen 3'000 bis 10'000 Euro auf, die sie den Schleppern (Fluchthelfern?) für die Flucht nach Europa bezahlen müssen.
Flüchtlinge, die bis jetzt aus Afrika kommen, kommen aus Nord- und Ostafrika. In Zukunft werden auch Flüchtlinge aus Zentralafrika kommen z.B. aus der Republik Kongo oder der Zentralafrikanischen Republik, wo die Bevölkerung exponentiell wächst.
Abgesehen davon bin ich natürlich auch der Ansicht, dass die Entwicklungshilfe sehr wichtig ist, vor allem wenn es Hilfe zur Selbsthilfe ist.

Mit dem Gutmenschen-Denken unterstützen wir oft die falschen Menschen. Wenn wir uns von unseren Gefühlen leiten lassen, bringen wir Krisenländern noch grössere Probleme.

Mit unserem Asylrecht fördern wir Unruhen und Konflikte in den Drittweltländern!
Wenn sie in ein Drittweltland reisen und dort von einem jungen Mann gefragt werden: Was muss ich tun, damit ich sicher in Europa Asyl bekomme? Dann müssten sie ihm doch sagen, dass er so gegen die Regierung opponieren muss, dass er für einige Wochen im Gefängnis landet. Anschliessend ist er ein politisch Verfolgter und bekommt fast sicher Asyl.
Für die Asylbehörden in Europa ist es nicht relevant aus welchen Gründen er verfolgt wird. Er kann als Sunnit Gewalt gegen Schiiten verübt habe oder er kann als Schiit Gewalt gegen Sunniten verübt haben, er kann als IS-Kämpfer an Massenerschiessungen teilgenommen haben, wenn er das nicht erwähnt und er aussagt er sei an Leib und Leben bedroht, so bekommt er Asyl.

Junge Männer sollten nicht aus Krisengebieten fliehen, sonder sich für friedliche Lösungen in ihren Ländern einsetzen und dann beim Wiederaufbau ihres Landes helfen.
Mann kann es als leere Behauptung  anschauen, aber ich glaube ich würde mein Land, wenn es in einer Krise wäre, nicht als Flüchtling verlassen.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Frieden

Alle wollen Frieden.
Stimmt leider nicht!

Für Ideologen aller Art ist die eigene Wahrheit wichtiger als der Frieden.
Nach Marx wird es erst Frieden geben, wenn der Kommunismus die Weltherrschaft errungen hat.
Welches Verhalten empfiehlt die Bibel?
Im Neuen Testament steht:
Da sprach Jesus zu ihm: Steck dein Schwert an seinen Ort, denn wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen.
Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar.
Das Neue Testament rät zu sehr defensivem Verhalten. Die Verfasser des Neuen Testaments wollten aber sicher nicht, dass ihr Glauben zur staatstragenden Religion wird. Später wurden im Namen des christlichen Glaubens viele Kriege geführt und furchtbare Gräueltaten verübt.

In der Vorgeschichte und noch im letzten Jahrhundert bekämpften sich die Stämme der Urvölker fast andauernd.
Wenn ein Stamm friedlich sein wollte, wurde er von den Nachbarstämmen überrannt. Jeder Stamm musste sich gut bewaffnen und das Kriegshandwerk üben. Aus diesen Übungen wurden dann rasch kriegerische Auseinandersetzungen.
Im antiken Griechenland galt der Krieg als Normalzustand in den Beziehungen zwischen den griechischen Poleis. Entsprechend wurden Friedenszeiten meist mit Begriffen wie spondai umschrieben, die in etwa die Bedeutung von Waffenstillstand hatten (Wikipedia).
In Nordamerika führten Kriege zwischen den Einwandern und den Indianern zur Unterwerfung, Vertreibung oder Ausrottung eines grossen Teils der indianischen Urbevölkerung. Aber es gab auch häufig kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den indianischen Stämmen.
Im Mittelalter war es für die Feudalherren fast Ehrensache ihr Territorium durch Kriege zu vergrössern.

Heute wird der Frieden immer wieder gebrochen, wenn Staaten versuchen ihre Einheit mit Waffengewalt zu erhalten.
Dass allein-selig-machende Religionen zu Kriegen führen beweist der Islam in den letzten Jahren.
        Und der christlich geprägte Westen versuchte seine Wertvorstellungen mit Waffengewalt in Vietnam, im Irak, in Libyen und in Syrien durchzusetzen mit katastrophalen Folgen.

Solange Menschen sich mehr von Emotionen als von der Vernunft leiten lassen, verursachen sie riesiges Elend.

Ich schlage vor, dass unsere  Geschichtsbücher umgeschrieben werden.
Alexander der "Grosse", Karl der "Grosse" und Napoleon müssen von ihren Podesten geholt werden und es muss hervorgehoben werden, dass sie für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich waren.
Vorbildlich waren z.B. Gandhi, Nelson Mandela und alle die für den friedlichen Wandel der DDR 1989 verantwortlich waren.

Montag, 27. November 2017

Pazifismus

Der strikte Pazifismus steht für absolute Gewaltfreiheit und weist ideologische Züge auf.
Über den Pazifismus wird heute nur noch wenig gesprochen, denn es hat in der jüngeren Vergangenheit Konflikte gegeben, bei denen sich herausstellte, dass der strikte Pazifismus eine absurde Ideologie ist.

Aber ich finde, wir sollten einen moderaten Pazifismus wieder ins Gespräch bringen. Zur Waffe sollte wirklich nur gegriffen werden, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt. Es war falsch im Irak, in Libyen und in Syrien einzugreifen!
In den letzten Jahren ist es hauptsächlich aus zwei Gründen zu kriegerischen Auseinandersetzungen gekommen:
  • Um die Einheit der Staaten zu erhalten, werden Minderheiten ohne Autonomierechte mit Waffengewalt im Zentralstaat gehalten. Wieviel Tote ist die Einheit eines Staates wert? Es sollte zu einem Gewohnheitsrecht werden, dass alle Minderheiten darüber abstimmen dürfen, wieviel Autonomierechte sie beanspruchen möchten.
  • In den letzten zweitausend Jahren haben immer wieder Ideologien und Religionen zu katastrophalen Kriegen geführt.

 

 

 




Direkte Demokratie

Kann in der repräsentativen Demokratie der Bürger indirekt genügend Stellung nehmen zu Sachfragen? Wenn er z.B. die EU stärken will, kann er...