Kann man zu viel Empathie haben?
Menschen, die die Gefühle anderer sehr intensiv wahrnehmen und wie ihre
eigenen erleben, können das Hyperempathie-Syndrom haben.
Das Hyperempathie-Syndrom kann zu starker emotionaler Erschöpfung führen.
Mitfühlen kann sehr anstrengend sein. Daher fühlen sich diese Menschen oft
gestresst und müde.
Es ist wichtig, Grenzen zu setzen. Betroffene sollten lernen, sich nicht zu
sehr in die Gefühle anderer hineinzuziehen. Man muss sich manchmal abgrenzen
und auf sich selbst achten können.
Wenn wir zu viel Empathie haben, kann es sein, dass wir uns zu wenig wehren und bei einem Konflikt immer die Schuld bei uns selbst sehen.
Vom Hyperemphatie-Syndrom Betroffene nennen wir auch Gutmenschen. Wir sind alle ab und zu Gutmenschen.
Wir wollen geliebt und gelobt werden? Zumindest wollen wir aber beachtet
werden, wenn das nicht geschieht, haben wir verschiedene Möglichkeiten unsere Mitmenschen
dazu zu zwingen.
a) Wir legen uns eine medizinische oder psychische Krankheit zu.
b) Wir überzeugen unsere Mitmenschen, dass unsere Vergangenheit oder unser Schicksal
so hart war, dass man mit uns speziell rücksichtsvoll sein muss.
Wenn wir diese Taktik(en) nicht durchschauen, geben wir in einem falschen
Moment nach und unsere Empathie hat uns auf eine falsche Spur geführt.
Menschen mit zu viel Empathie riskieren einen Verlust an Respekt und Autorität.