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Freitag, 12. Juni 2026

Der jüdische Glauben


Ich bin überzeugt: Ideologien und Religionen gefährden den Frieden.

Gilt dies auch für den jüdischen Glaube?

Die jüdischen Speisegesetze (Kaschrut) machen es den Juden schwer Freundschaften mit Nichtjuden zu schliessen, denn sie dürfen sich nur einladen lassen, wenn die angebotenen Speisen koscher zubereitet wurden.

Diese Regelung kann dazu führen, dass Juden sozial isoliert werden oder sich selbst isolieren, da sie an gemeinsamen Aktivitäten oder Festen mit Nicht-Juden nicht teilnehmen dürfen. Dadurch entsteht oft ein Gefühl der Ausgrenzung, was das Zusammenleben und die Integration in die Gesellschaft erschwert. In manchen Fällen kann dies auch zu Missverständnissen oder zu Vorurteilen gegenüber der jüdischen Gemeinschaft führen.

Der Glaube führt bei den Juden zu einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl und zur Abgrenzung gegenüber Andersdenkenden. Dadurch fragen sich die Nichtjuden: Fühlen sich die Juden als etwas Besseres?

Ich bin ich überzeugt, dass der jüdische Glaube, wie auch alle anderen Religionen zu Unfrieden führt.

Ich habe viel sympathische Juden kennengelernt. Ich möchte hier nicht Juden persönlich angreifen, es geht hier nur um den jüdischen Glauben.


Siehe auch: Rufen das Alte Testament und der Koran zu Gewalt auf?


Donnerstag, 4. April 2024

Zwei Elemente kennzeichnen alle Ideologien

 

Die folgenden Ausführungen sind nicht leicht zu verstehen. Ich versuche, das Innenleben der Parteien zu sezieren. Wenn Sie nur leicht verdauliche Kost möchten, wählen Sie besser einen anderen Abschnitt.

Ich versuche, die Positionen von allen Politikern zu verstehen. Wenn ich zum Beispiel Aussagen von Putin-Verstehern höre, frage ich mich, mit welcher Ideologie man Verständnis für einen Autokraten haben kann, der ein anderes Land überfällt.

Oder wie kommt man dazu, keinen Unterschied zwischen bürgerlichen Parteien und rechtsaussen Parteien zu sehen?

Mit den bekannten Ideologien kann man vieles nur erklären, wenn man berücksichtigt, dass alle Ideologien aus zwei Komponenten bestehen.

Parteiprogramme haben zwei Komponenten, eine konstruktive und eine, mit der sie sich von konkurrierenden Parteien abgrenzen. Jede politische Partei wirbt mit der ihr spezifischen Ideologie, aber gleichzeitig meist auch mit Parolen, mit denen sie die gegnerischen Parteien bekämpft.

- Rechtsaussen Parteien mobilisieren ihre Anhänger mit Nationalismus, aber auch mit Antilinks-Ideologien. Sie leben davon, dass linke Ideologien für viele abstossend sind. Sie profitieren davon, dass die meisten Menschen mit Wokeness nichts anfangen können und nicht in einem Ameisenstaat leben wollen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Antilinks-Ideologie Antikommunismus genannt. In der BRD führte der Antikommunismus 1956 zum Verbot der KPD. Die Argumente für und gegen ein Verbot der KPD erinnern an die heutigen Diskussionen um ein Verbot der AFD. In den USA führte der Antikommunismus zu zahlreichen Verhaftungen. Aus heutiger Sicht griff eine Antikommunismus-Hysterie um sich.

- Linksaussen Parteien mobilisieren ihre Anhänger mit Emotionen gegen Ungerechtigkeit und mit Klassenkampfparolen, aber auch mit einer Antirechts-Ideologie. Die Antirechts-Ideologie weist darauf hin, wie gefährlich Rechtsaussen-Parteien sind, die zum Faschismus neigen und Nazi-Gedankengut pflegen. Die Anhänger der Antirechts-Ideologie neigen dazu, alle Gruppierungen, die sich rechts von ihnen positionieren, als staatsgefährdend einzustufen.           

Wenn «Anti-Einstellungen» zu einer Ideologie werden, wird alles mit Scheuklappen betrachtet und der Blick wird getrübt.

Wenn Rechtsradikale die Ansichten der westlichen Wertegemeinschaft kritisieren, dann oft deshalb, weil sie darin zu viel Sozialismus sehen. Man kann die Ansicht vertreten, dass die westlichen Werte viel kollektivistisches Gedankengut enthalten. Eine Komponente der Rechtsaussen-Ideologie ist die Antilinks-Ideologie, deshalb können Rechtsradikale die westlichen Werte nicht akzeptieren, denn sie finden darin kollektivistisches Gedankengut.

Wird die Weltanschauung der westlichen Wertegemeinschaft auch durch zwei Elemente gekennzeichnet? Ja, das konstruktive Element ist der Einsatz für Freiheit und Wohlstand für alle und die Antikomponente ist der Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen in autokratischen Regimen.

Warum sympathisieren rechtskonservative Kreise in den USA und in Europa mit Putins Gedankengut? Sie wehren sich gegen Kreise, für die Demokratie ein hohes Gut ist, die sich in der Mitte positionieren und ohne radikale Ideologien auskommen möchten.

Für rechtskonservative Kreise im Westen und in Russland hat der christliche Glaube eine wichtige Funktion. Liberale, die alle Ideologien verabscheuen, werden als Gefahr angesehen.

Anti-Bewegungen gibt es nicht nur gegen Ideologien, sondern auch gegen Religionen. Die Bewegung gegen den Islam nennen wir Islamophobie.

Die monotheistischen Religionen ihrerseits bestehen auch aus zwei Elementen. Die konstruktive Komponente besagt, dass alle Gläubigen in den Himmel kommen, und die Anti-Komponente besagt, dass allen Ungläubigen und Andersgläubigen großes Unheil widerfahren wird. 

Ich gehe davon aus, dass wir alle der Meinung sind, dass man Auffassungen, Ideologien und Religionen entschieden ablehnen kann, dass wir aber den Menschen, die diese Ansichten vertreten, mit Respekt begegnen müssen.



Montag, 5. Juli 2021

Was macht eine Ideologie erfolgreich?


Damit Ideologien Anhänger finden und verbreitet werden, müssen sie einige Bedingungen erfüllen. Was müssen Ideologien potenziellen Gefolgsleuten bieten? Was suchen Menschen, die sich einer Ideologie oder Religion anschliessen?

Ideologien bieten ein gemeinsames Ziel.  Brauchen wir ein Ziel im Leben? Was ist der Sinn des Lebens? Bei vielen Religionen ist der Sinn des Lebens, ein gottgefälliges Leben zu führen. Die meisten Ideologien wollen die Welt verändern, in ihrem Sinn verbessern. Gemeinsam diese Ziele zu erreichen, spornt an und gibt ein Wir-Gefühl, das den inneren Zusammenhalt jeder menschlichen Gemeinschaft gewährleistet.

Ideologien und Religionen haben Heilsversprechen.  Marx strebte die klassenlose Gesellschaft an: …sei der Staat als Instrument der Klassenherrschaft nicht mehr notwendig und würde, wenn er tatsächlich überflüssig geworden sei, absterben. … steigere sich die Produktion ungemein. Es würde gelingen, den Mangel zu beseitigen, sodass es letztlich möglich sei, jeden Menschen nach seinen (vernünftigen) Bedürfnissen zu versorgen. …solle es dann wegen der vorhandenen Überproduktion möglich sein, dass die Menschen bei der Arbeit ihren Neigungen folgen und keine festen Berufe zu haben brauchten, sondern sich je nach Interesse und eigenem Verstand kurzfristig entscheiden könnten, welche Tätigkeit sie ausüben wollten….

Der Koran schildert in Sure 78 die glückselige Zukunft der Gottesfürchtigen nach dem Tod: Siehe, für die Gottesfürchtigen gibt es im Paradies Gewinn: Obstgärten und Weinstöcke, und gleichaltrige Frauen, und Becher, bis zum Rand gefüllt.

Die Bibel verspricht dem Gläubigen: Der Himmel ist ein Ort des ewigen Friedens, wo es kein Leid, keine Angst, keinen Krieg und keine Krankheiten mehr gibt.

Ideologien bieten Nestwärme.  Der Pluralismus in unserer Gesellschaft kann zu Orientierungslosigkeit führen. Unzählige unterschiedliche Lebensanschauungen reiben sich aneinander, was uns verwirren kann. In einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten fühlen wir uns geborgen und aufgehoben. Ideologien befriedigen das Bedürfnis nach Sicherheit und Sinnhaftigkeit. Wir sind soziale Wesen und brauchen Gemeinschaft. Wir finden am einfachsten Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Aber in solchen Gemeinschaften dürfen wir uns nicht gegen andere Gemeinschaften wenden, sonst spalten wir die Gesellschaft.

Ideologien grenzen sich gegen andere ab.  Als Mitstreiter einer Ideologie fühle ich mich einer Gruppe zugehörend. Je stärker sich die Gruppe von andern abgrenzt, desto mehr kann man sich mit dieser Gruppe identifizieren und umso stärker wird das Gemeinschaftsgefühl. Wir Menschen finden Befriedigung, wenn wir andere schlechter finden als uns selbst. Es hebt das Selbstwertgefühl, wenn wir uns besser fühlen als andere. Ideologien wirken spaltend und mobilisieren Kräfte gegen Andersdenkende. Häufig werden Freund-Feind-Bilder inszeniert. Die Nationalisten kämpfen gegen alle Nationen, die sich Ihnen nicht unterwerfen. Die Sozialisten kämpfen gegen alle, die sich rechts von Ihnen positionieren. Gläubige von Religionen grenzen sich gegen die Ungläubigen oder gegen die Anhänger anderer Religionen ab. Mitstreiter von Ideologien und Religionen müssen sich bewusst sein, dass ihre ausformulierten Leitbilder einer komplexen Wirklichkeit nicht gerecht werden können.

Brauchen wir Ideologien?  –  Die Antiideologie.  Brauchen wir vorfabrizierte Weltanschauungen? Brauchen wir ausformulierte Leitbilder? Ist die freiwillige Unterordnung unter eine Ideologie nicht mit dem Gebrauch von Krücken vergleichbar? Darf ich Sie fragen: Folgen Sie einer Ideologie oder denken Sie selbst? Die Philosophen Slavoj Zizek und Herbert Schnädelbach weisen darauf hin, dass solch technokratisches Denken alles andere als nicht-ideologisch sei: Eine der idealen Grundbedingungen für eine Ideologie sei die Annahme, dass es keine Ideologie gäbe. Der oben kursiv gedruckte Satz klingt schön, ist für mich aber eine leere Phrase. Slavoj Zizek ist ein linker Modephilosoph. Ihm schwebt eine «radikaldemokratische, revolutionäre Umwälzung» der Gesellschaft vor. Somit ist verständlich, dass er gegen jede Art von Anti-Ideologie ist. Verkündet die Ideologie der Antiideologie wieder neue Wahrheiten? Nein, wir sollten uns nicht bemühen, die Wahrheit, sondern die beste Ethik zu finden.

 

 

Dienstag, 30. Juni 2020

Gibt es ein Recht auf Sterbehilfe?


Unsere Gesellschaft wird immer älter. Die Medizin erlaubt es den Tod hinauszuschieben, aber das Leben bis zum Schluss lebenswert zu erhalten, schafft sie oft nicht.
Der Mensch hat das Selbstbestimmungsrecht auch über den Zeitpunkt seines Sterbens. Ich habe ein Recht auf Leben, aber auch ein Recht zu sterben, wenn mein Leben für mich nicht mehr lebenswert ist.

Man unterscheidet verschiedene Formen von Sterbehilfe (Euthanasie).

Passive Sterbehilfe
Bei der passiven Sterbehilfe werden lebenserhaltende Massnahmen beendet. Dies geschieht im Einvernehmen mit der betroffenen Person oder deren Angehörigen.

Indirekte Sterbehilfe
Mit der indirekten Sterbehilfe ist die Gabe von schmerzlindernden oder bewusstseinstrübenden Medikamenten gemeint. Die Betroffenen wünschen diese Behandlung oder haben dies in ihrer Patientenverfügung festgelegt.

Begleiteter Suizid  
Hier geht es darum, dass dem Sterbewilligen das Medikament besorgt wird, das den Tod einleitet. Einnehmen muss sie die betroffene Person selbst.

Aktive Sterbehilfe
Auch Tötung auf Verlangen genannt, ist nur in wenigen Ländern erlaubt. Bei der aktiven Sterbehilfe wird dem Patienten auf dessen Wunsch z.B. vom Arzt eine tödliche Spritze gesetzt.

In immer mehr Staaten wird die Sterbehilfe erlaubt. Aber die meisten Religionsgemeinschaften missbilligen die Sterbehilfe.
Der Katechismus der katholischen Kirche verurteilt "die Beihilfe zum Selbstmord"
2277 Eine Handlung oder eine Unterlassung, die von sich aus oder der Absicht nach den Tod herbeiführt, um dem Schmerz ein Ende zu machen, ist ein Mord, ein schweres Vergehen gegen die Menschenwürde und gegen die Achtung, die man dem lebendigen Gott, dem Schöpfer, schuldet.
2278 Die Moral verlangt keine Therapie um jeden Preis. Ausserordentliche oder zum erhofften Ergebnis in keinem Verhältnis stehende aufwendige und gefährliche medizinische Verfahren einzustellen, kann berechtigt sein. Man will dadurch den Tod nicht herbeiführen, sondern nimmt nur hin, ihn nicht verhindern zu können.
In der Bibel konnte ich keine Stelle finden, die den Suizid direkt verurteilt.
      Auch im Islam ist Sterbehilfe nicht erlaubt. Dazu kommt, dass im Islam gilt, dass der Mensch dazu erschaffen wurde Schwierigkeiten und Not zu erdulden. Es ist nicht erlaubt, einen Menschen durch den Tod von Leid und Schmerzen zu befreien.

Jedes Land soll die Bedingungen, unter denen Sterbehilfe möglich ist, selbst bestimmen und darf sich nicht von Vertretern von Religionsgemeinschaften fremdbestimmen lassen. 


Montag, 1. April 2019

Wird die Welt besser/schlechter ohne Ideologien und Religionen?



Die grössten Katastrophen auf dieser Welt werden durch Gewalt ausgelöst.
      Jeder, der die Ansichten einer Ideologie oder Religion vertritt, ist mitverantwortlich dafür, dass im Namen seiner Weltanschauung keine Gewalttaten verübt werden.
Jeder Muslim muss gegenüber Gleichgesinnten und Andersgläubigen klarstellen, dass er gegen die Jihadisten ist.
Jeder Jude muss gegen das Verschieben der Grenzen von Israel Stellung nehmen.
Jeder Christ muss eingestehen, dass im Namen seines Glaubens furchtbare Verbrechen begangen wurden. Jeder Christ muss sich bewusst sein, dass die Bibelstellen, die die Homosexualität verurteilen, für Homosexuelle riesige Probleme - bis hin zu Verfolgungen - verursachen.
Jeder Katholik muss sich von der ablehnenden Haltung der katholischen Kirche und der Caritas gegenüber der Familienplanung in den Entwicklungsländern distanzieren, denn dies führt zu Hunger, Elend und Gewalt.
Jeder Sozialdemokrat sollte sich vom Klassenkampf distanzieren. Denn Kampf führt zu Unfrieden. Die Sozialdemokraten müssen sich klar von gewalttätigen linksextremen Gruppierungen distanzieren. 
Alle Parteien rechts von der Mitte müssen sich klar von rechtsextremen Gruppierungen abgrenzen, damit sich die Gräueltaten der Nazis nicht mehr wiederholen können.
                Es ist sicher unbestritten, dass alle Ideologien und Religionen schon Ursprung von Gewalttaten waren.
                 A b e r  werden die Menschen ohne Religionen und Ideologien nicht zu Egoisten? Verfallen nicht die Sitten? Wird die soziale Ungerechtigkeit nicht noch grösser?
Seit den sechziger Jahren nahm der Einfluss der Kirchen stark ab. Aber die Statistik zeigt, dass z.B. die Diebstähle bei der einheimischen Bevölkerung nicht zugenommen haben.
Auch die Religionslosen bemühen sich bei den Arbeitskollegen und im Freundeskreis gut anzukommen. In einem spannungsfreien Umfeld realisieren die meisten Menschen, dass ihnen der eigene Egoismus meistens schadet. Wir lieben weiterhin unseren Nächsten, weil wir auch von unseren Mitmenschen geliebt werden wollen und nicht weil uns ein Moralkodex das vorschreibt.
Die Scheidungen haben sicher zugenommen, aber war es früher besser als man in der Ehe widerwillig ausharrte? Ich vermute, dass anteilsmässig die einvernehmlichen Scheidungen zugenommen haben.
Wer sich offen zum christlichen Glauben bekennt, muss sich bewusst sein, dass sein Lebenswandel kritisch von seinen Mitmenschen beurteilt wird. Wenn die Diskrepanz gross ist, wird er zu Recht als Scheinheiliger bezeichnet. Trauriges Beispiel sind die katholischen Priester, die sich an Kindern vergehen.
Die katholischen und die reformierte Kirche verlieren viele Mitglieder.
Die Anzahl der Konfessionslosen hat stark zugenommen.
Nur noch wenige Katholiken und Reformierte (oder Protestanten) sind davon überzeugt, dass ihr Glaube alleinseligmachend ist. Dadurch verlieren ihre Kirchen einerseits an Stosskraft und Schwung, anderseits führt ihr Glaube nicht mehr zu Konflikten. Katholiken und Reformierte leben heute konfliktfrei miteinander und  mit Andersgläubigen.
Alle Kirchen profitieren davon, dass sich der Mensch in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten wohl fühlt.
Das Gleiche gilt auch für Clubs aller Art, aber auch für Parteien und politische Gruppierungen.
Die meisten Europäer werden zustimmen, dass die Welt mit weniger starken Religionsgemeinschaften nicht schlechter geworden ist.
Aber kann man jetzt in Analogie folgern, dass die Welt ohne Sozialismus auch nicht schlechter wird? Oder gilt die Befürchtung der Linken, dass ohne Klassenkampf die Schwächeren in unserer Gesellschaft verlieren werden?
Die Schweiz ist ein Land, in dem die Löhne der Geringverdiener so hoch wie kaum in einem anderen Land sind, obwohl der Klassenkampf weniger bedeutend war als in den meisten anderen Ländern.
Die funktionierende Sozialpartnerschaft ist ein Markenzeichen des schweizerischen Erfolgsmodells.
So wie die Religionslosen einsehen, dass ihnen der eigene Egoismus meistens schadet, so können auch ideologiefreie Politiker einsehen, dass es allen besser geht, wenn es auch den Geringverdienern gut geht.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Frieden


Alle wollen Frieden.
Stimmt leider nicht!

Für Ideologen aller Art ist die eigene Wahrheit wichtiger als der Frieden.
Nach Marx wird es erst Frieden geben, wenn der Kommunismus die Weltherrschaft errungen hat.
Welches Verhalten empfiehlt die Bibel?
Im Neuen Testament steht:
Da sprach Jesus zu ihm: Steck dein Schwert an seinen Ort, denn wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen.
Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar.
Das Neue Testament rät zu sehr defensivem Verhalten. Die Verfasser des Neuen Testaments wollten aber sicher nicht, dass ihr Glaube zur staatstragenden Religion wird. Später wurden im Namen des christlichen Glaubens viele Kriege geführt und furchtbare Gräueltaten verübt.

In der Vorgeschichte und noch im letzten Jahrhundert bekämpften sich die Stämme der Urvölker fast andauernd.
Wenn ein Stamm friedlich sein wollte, wurde er von den Nachbarstämmen überrannt. Jeder Stamm musste sich gut bewaffnen und das Kriegshandwerk üben. Aus diesen Übungen wurden dann rasch kriegerische Auseinandersetzungen.
Im antiken Griechenland galt der Krieg als Normalzustand in den Beziehungen zwischen den griechischen Poleis. Entsprechend wurden Friedenszeiten meist mit Begriffen wie spondai umschrieben, die in etwa die Bedeutung von Waffenstillstand hatten (Wikipedia).
In Nordamerika führten Kriege zwischen den Einwanderern und den Indianern zur Unterwerfung, Vertreibung oder Ausrottung eines grossen Teils der indianischen Urbevölkerung. Aber es gab auch häufig kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den indianischen Stämmen.
Im Mittelalter war es für die Feudalherren fast Ehrensache ihr Territorium durch Kriege zu vergrössern.

Heute wird der Frieden immer wieder gebrochen, wenn Staaten versuchen, ihre Einheit mit Waffengewalt zu erhalten.
Dass allein-selig-machende Religionen zu Kriegen führen beweist der Islam in den letzten Jahren.
        Und der christlich geprägte Westen versuchte seine Wertvorstellungen mit Waffengewalt in Vietnam, im Irak, in Libyen und in Syrien durchzusetzen, mit katastrophalen Folgen.

Solange Menschen sich mehr von Emotionen als von der Vernunft leiten lassen, verursachen sie riesiges Elend.

Ich schlage vor, dass unsere  Geschichtsbücher umgeschrieben werden.
Alexander der "Grosse", Karl der "Grosse" und Napoleon müssen von ihren Podesten geholt werden und es muss hervorgehoben werden, dass sie für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich waren.
Vorbildlich waren z.B. Gandhi, Nelson Mandela und alle, die für den friedlichen Wandel der DDR 1989 verantwortlich waren.

Mittwoch, 27. September 2017

Ideologien



Können wir ohne Ideologien leben?

Gibt es gute und schlechte Ideologien?

Sozialismus, Kommunismus, Kapitalismus und Nationalismus: Diese Begriffe sind für mich alle negativ besetzt.
Aber auch die monotheistischen Religionen (Christentum, Judentum und Islam) sind eine Art von Ideologien.

Alle diese Ideologien haben furchtbares Elend über die Menschheit gebracht.

Es ist Zeit, dass wir ohne Ideologien leben und pragmatische Lösungen für das Zusammenleben suchen.
Alle Ideologien beanspruchen das Monopol auf die Wahrheit. Darum können Menschen mit verschiedenen Ideologien nie friedlich miteinander leben.

Auch kann ein überzeugter Ideologe nie ein Demokrat sein, denn er ist der Wahrheit seiner Ideologie mehr verpflichtet als den Regeln der Demokratie.

Viele Leute mit einer abgeschwächten Form des Sozialismus merken nicht, dass sie Anhänger einer Ideologie sind. Diese Form des Sozialismus ist heute in den entwickelten Ländern die am weitesten verbreitete Ideologie.
Ich nenne sie die rosarote Ideologie.

Wie lange können die heute vorherrschenden Ideologien noch überleben?

Ideologien der Eltern werden meistens von den Kindern übernommen. Ein im christlichen Glauben unterwiesenes Kind wird seine Überzeugung beibehalten, ein jüdisches Kind wird mit grosser Wahrscheinlichkeit Jude bleiben und Kinder in islamischen Ländern werden Mohammedaner werden.

Ist es erlaubt, Kinder so zu indoktrinieren, dass sie sich nur nach jahrelangen inneren Konflikten von den anerzogenen Fesseln lösen können? Ist es nicht an der Zeit, religiös oder politisch einseitig geprägte Schulen nicht mehr zu unterstützen?

Eltern sollten ihr weltanschaulich geprägtes Leben vorleben, aber sie dürfen ihre Kinder nicht indoktrinieren.

Matthäus, Lukas und Johannes würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie erfahren würden, dass jetzt in den christlichen Kirchen Babys getauft werden. Gemäss dem Neuen Testament soll getauft werden, wer sich aus freiem Willen Jesus zuwendet.

Genitale Verstümmelungen jeder Art sollten verboten oder geächtet werden.

Ist die religiöse Freiheit nicht ein hohes Gut? Nein, Religionen sind von Natur aus intolerant und gegenüber Intoleranz darf es keine Toleranz geben.

Der Koran wurde von Mohammed geschrieben und Mohammed war in seiner zweiten Lebenshälfte ein Kriegsherr.

Die Bücher des Alten Testamentes waren die Grundlage einer staatstragenden Religion, und diese Religion musste das jüdische Volk zusammenhalten und war die Motivation Land mit Waffengewalt zu erobern.

Der christliche Glaube entstand unter der römischen Herrschaft. Wenn der christliche Glaube direkt oder indirekt zum Widerstand gegen Rom aufgerufen hätte, wäre er sofort radikal bekämpft worden. Der christliche Glaube hatte nur eine Chance, weil er defensiv ist. Das Neue Testament ruft an keiner Stelle zu Gewalt auf, aber es zitiert häufig das Alte Testament, das sich nicht von Gewalt distanziert.

Die drei heiligen Bücher verursachen Gewalt auf der ganzen Welt, denn alle drei beanspruchen alleinseligmachend zu sein, was bewirkt, dass ihre Anhänger nicht in Frieden miteinander leben können.

Weitsichtige Christen, Juden und Mohammedaner sollten zusammensitzen und vereinbaren, dass alle Stellen in ihren heiligen Büchern die zu Gewalt aufrufen, heute keine Bedeutung mehr haben.

Der Kommunismus und der Sozialismus sind Pseudoreligionen und rufen beide zum Klassenkampf auf. Kampf und Frieden passen nicht zusammen.

Kann man gegen alle Ideologien und Religionen sein? Nimmt dann nicht der Egoismus überhand? Wir sind uns sicher alle einig, dass der Mensch für Höheres einstehen soll.

Nach der Französischen Revolution galt als Motto: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Für mich sind auch die Begriffe Fairness und Gerechtigkeit wichtig.

Wir sollten uns nicht bemühen die Wahrheit, sondern die beste Ethik zu finden.

Moslems sind von ihrer islamischen Kultur, Kinder von sozialistisch denkenden Eltern sind vom Sozialismus geprägt, aber alle sollten sich deutlich von intoleranten Aspekten der Weltanschauung ihrer Eltern distanzieren.

Der Islam, der Sozialismus, verschiedene Formen des Nationalismus und des Neoliberalismus sind die Weltanschauungen, die heute von ihren Anhängern am unduldsamsten propagiert werden.  

                                                                                                      
                                                                                                           

Donnerstag, 21. September 2017

Islam


Der Islam gilt in Europa noch als respektable Religion.
Das Fundament des Islam ist der Koran.
Im Koran gibt es aber mehr als hundert Stellen, die man so auslegen kann, dass sie unter gewissen Umständen zu Gewalt gegen Juden, Christen oder Andersgläubigen auffordern. Die Islamisten berufen sich auf diese Stellen.
Meiner Meinung nach kann man den Islam nicht als respektable Religion anschauen und gleichzeitig die Islamisten verurteilen, denn sie berufen sich auf den Koran und der Koran ist das Fundament des Islam.

Die Mohammedaner weisen mit Recht darauf hin, dass es auch in der Bibel Stellen gibt, die man so auslegen kann, dass sie unter Umständen zu Gewalt gegen Andersgläubige aufrufen. Wäre es nicht an der Zeit, dass Christen, Juden und Mohammedaner erklären, welche Stellen in ihren heiligen Büchern nicht mehr wörtlich genommen werden dürfen? Es sollten vor allem Stellen erwähnt werden, die sich mit der Gewalt befassen.

Wir sollten eine klare Sprache sprechen. Allah sollte beim Übersetzen aus dem Arabischen nicht mit Gott übersetzt werden. Gott ist Gott und Allah ist Allah.

Der jüdische Glauben

Ich bin überzeugt: Ideologien und Religionen gefährden den Frieden. Gilt dies auch für den jüdischen Glaube? Die jüdischen Speisegesetze...