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Samstag, 30. September 2023

Unsere Naherholungsgebiete werden zu K u l t u r s t e p p e n

 

Die Rebhühner sind schon länger aus unserer Landschaft verschwunden.Vor 40 Jahren konnte man bei Spaziergängen immer wieder einen Hasen sehen und im Frühling hörte man häufig den Gesang der Lerchen.

Jetzt verlieren wir auch die Insekten wegen der Intensivierung der Landwirtschaft.

Die Halme in den Weizenfeldern stehen heute so dicht, dass die Äcker von den Lerchen nicht mehr als Brutgebiete benutzt werden können. 1960 lag der Ertrag bei Weizenfeldern bei 3 Tonnen pro Hektar und liegt jetzt bei über 6 Tonnen pro Hektar. Diese enorme Zunahme des Ertrages gelang dank Züchtungsarbeiten und verstärktem Einsatz von Düngemitteln.

Auf Weizenfeldern werden heute pro Hektar 450 kg Mineraldünger ausgebracht. Die Intensivierung der Landwirtschaft kann man den Bauern nicht übelnehmen. Sie haben zu wenig Land und müssen aus jedem Quadratmeter Land möglichst viel herausholen. Wenn ich Landwirt wäre, würde ich genau gleich handeln.

Die Äcker werden immer grösser, womit unsere Landschaft monotoner wird. Wo früher drei Äcker mit verschiedenen Feldfrüchten waren, ist heute nur noch ein grosser Acker. Grosse Äcker können rationeller bewirtschaftet werden.

Sehen Sie auf Ihren Spaziergängen noch Schmetterlinge? Kaum jemand erkennt, dass die Wiesen immer mehr durch Grünfutteräcker ersetzt werden. Auf diesen Äckern werden Mischungen von Knaulgras, Weidelgras, Wiesenlieschgras, Rotklee und Luzerne angesät.

Auf ursprünglichen Wiesen (Dauerwiesen) wachsen Blacken und Hahnenfuss, den die Kühe nicht fressen und der Ertrag auf Grünfutteräcker (auch Kunstwiesen oder Feldfutteräcker genannt) ist höher. Auf ursprünglichen Wiesen gibt es viel mehr Insekten, dies gilt aber nur wenn die Wiesen nicht fünfmal im Jahr geschnitten werden. Intensiv genutzte Wiesen werden heute geschnitten, gedüngt, geschnitten, gedüngt…

Früher standen in den Wiesen Hochstamm-Obstbäume, heute werden Niederstamm-Obstbäume gepflanzt, eingezäunt und mit Netzen als Hagelschutz versehen.

Unsere Landschaft verarmtNochmals, ich mache den Bauern keinen Vorwurf.

Wenn wir die Bauern zwingen würden ihr Land wie vor 50 Jahren zu bewirtschaften, würden die Erträge stark sinken und der Selbstversorgungsgrad würde deutlich fallen.

Es ist sehr zu begrüssen, dass Naturparks und Naturschutzgebiete eingerichtet werden, Brachflächen gefördert werden und versucht wird diese auch untereinander zu vernetzen. Die meisten Arten können aber nicht isoliert bestehen, wie auf einer Insel. In kleinen Populationen geht die genetische Variation verloren und es besteht die Gefahr von Inzucht, wenn sich verwandte Individuen kreuzen. Die Nachkommen haben dann eine reduzierte Fitness.

Es muss befürchtet werden, dass trotz diesen Massnahmen die Artenvielfalt starkt bedroht ist.

Unsere Landschaft wird durch die Intensivierung der Landwirtschaft immer monotoner und die Artenvielfalt nimmt immer mehr ab. Wir sehen keine Hasen, Vögel, Blumen und Insekten mehr. Was können wir dagegen unternehmen?

Die Landwirtschaft extensivieren und in Kauf nehmen, dass der Selbstversorgungsgrad sinkt?

Die Zuwanderung beschränken? (Siehe Abschnitt: Die Bürger sind wichtiger als die Wirtschaft)  

Jetzt leben mehr als 8 Milliarden Menschen auf der Welt (siehe Abschnitt: Nur noch Wunschkinder). Wenn wir auf der ganzen Welt die Landwirtschaft extensivieren, könnten nur noch ungefähr 6 Milliarden Menschen auf der Welt ernährt werden.

Man kann einwenden, dass wenn in den Industrieländern weniger Fleisch gegessen würde, mehr pflanzliche Lebensmittel produziert werden könnten. Andererseits ist der Fleischkonsum in den Entwicklungsländern jetzt noch sehr tief und es besteht ein grosser Aufholbedarf. Wenn 8 Milliarden Menschen (und bald 10 Milliarden) halb so viel Fleisch essen wie wir jetzt in den Industrieländern, könnten nicht genug Nahrungsmittel produziert werden.

 

Donnerstag, 18. Februar 2021

Nur noch Wunschkinder


Wenn es nur noch Wunschkinder geben würde, wäre alles viel einfacher.

Wenn die Empfängnisverhütung bei der Familienplanung versagt hat, stellt sich den Paaren die Frage: Sollen, dürfen wir abtreiben?

Gilt das Selbstbestimmungsrecht der Frau oder das Lebensrecht des menschlichen Embryos?

Aus den USA stammt das Schlagwort «Pro-Choice» für die Forderung, Schwangerschaftsabbrüche allgemein zuzulassen und die Gegner formieren sich unter dem Schlagwort «Pro-Life» in sogenannten Lebensrechtbewegungen.

Das Neue Testament behandelt das Thema nicht, aber die katholische Kirche vertritt in der Enzyklika Evangelium Vitae die Ansicht, dass die gewollte Abtreibung immer ein schweres sittliches Vergehen darstellt.

Ich kann gut nachvollziehen, dass man aus religiösen Gründen den Schwangerschaftsabbruch ablehnt, aber das Neue Testament gibt keinen Hinweis darauf, dass man Andersdenkenden seine eigene Überzeugung aufzwingen darf.

Nach Schätzungen der WHO sind 40 % aller Schwangerschaften ungeplant und etwa ein Fünftel aller schwangeren Frauen entschliesst sich zu einem Abbruch.

Dies entspricht jährlich etwa 42 Millionen Schwangerschaftsabbrüchen, davon 20 Millionen legal und 22 Millionen gegen die gesetzlichen Bestimmungen am Ausführungsort.

Schwangerschaftsabbrüche können durch konsequentes Anwenden von Verhütungsmitteln verhindert werden.

Dies ist jedoch nicht überall auf der Welt gleichermaßen möglich. 225 Millionen Frauen in den weniger entwickelten Regionen der Erde fehlt heute noch immer der Zugang zu sicheren und wirksamen Methoden der Familienplanung.

Etwa ein Drittel des Weltbevölkerungswachstums beruht heute auf ungewollten Schwangerschaften.

Dies führt vor allem in Afrika südlich der Sahara zu rasantem Bevölkerungswachstum. (Wikipedia Jan. 2021: Familienplanung)

Der Grossteil der illegalen Abbrüche wird von Laien und damit meist unter medizinisch und hygienisch prekären Bedingungen ausgeführt. Die Anzahl der Todesfälle bei Schwangerschaftsabbrüchen ist rückläufig, weil die Frauen mehr und mehr mit Medikamenten abtreiben.

Die Rate der Schwangerschaftsabbrüche ist in Ländern mit liberaler Gesetzgebung geringer oder vergleichbar mit derjenigen in Ländern mit restriktiver Gesetzgebung.

Es besteht aber ein direkter Zusammenhang zwischen dem Grad der Sexualaufklärung und der Abbruchrate.

Sexualaufklärung und ein leichter Zugang zu Verhütungsmitteln senken die Abbruchrate. Restriktive Gesetze fördern nur die illegalen Abbrüche.

Es gibt viele Studien, die zu erfassen versuchten, wie häufig Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch an psychischen Störungen leiden. Die Ergebnisse dieser Studien unterscheiden sich stark. Klar ist aber, dass der moralische Druck der Gesellschaft und die wahrgenommene Stigmatisierung stark belastend wirken.

Aber auch Mütter, denen ein Schwangerschaftsabbruch verweigert wurde, können laut einer systematischen Übersicht unter den Konsequenzen leiden. Es wird berichtet, dass sich viele Frauen nur schwer an die ungewollte Mutterrolle anpassen konnten und das Kind eher als Belastung empfinden. Die Kinder der betroffenen Mütter erbringen durchschnittlich schlechtere Schulleistungen, zeigen häufiger Verhaltensauffälligkeiten wie Delinquenz und benötigen häufiger psychiatrische Behandlungen (Wikipedia: Schwangerschaftsabbruch).

Ich möchte hier betonen, dass dies statistische Angaben sind und dass es sicher auch viele Frauen und Paare gibt, die sich bei einer ungewollten Schwangerschaft nach einiger Zeit auf ihr Kind freuen und es mit viel Liebe und Zuwendung grossziehen.

Wenn wir die freiwillige Familienplanung auf der ganzen Welt ermöglichen, erreichen wir 3 Ziele:

1.    Wir erleichtern das Zusammensein von Frauen und Männern in den Entwicklungsländern und verhindern tödliche Schwangerschaftsabbrüche.

2.    Die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in den Drittweltländern verbessern sich nachhaltiger und rascher. 

3.    Die Klimaerwärmung wird verlangsamt.

Linksgrüne und religiöse Organisationen verhindern, dass Geld der Entwicklungshilfe für die Familienplanung aufgewendet wird.

Im Katechismus der katholischen Kirche steht: …jede Handlung ist verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzugs… die Fortpflanzung zu verhindern…  (siehe Post «Selbstbestimmte Sexualität auch in Entwicklungsländern»).

Die Linksgrünen postulieren, dass bessere Bildung der Frauen automatisch zu kleineren Kinderzahlen führt. Das kann in Afrika aber noch 30 Jahre oder mehr dauern.

Laut Schätzung der UNESCO gehen 58 Millionen Kinder im Grundschulalter nicht zur Schule. Wie soll so selbstbestimmte Sexualität möglich sein?

Die Linksgrünen fürchten, dass man uns rassistische Motive unterstellen könnte. Sicher besteht diese Gefahr, aber das darf kein Grund sein, die Familienplanung zu einem Tabuthema zu machen. Dadurch fördert man Hungersnöte und die Verwahrlosung von Kindern, die von ihren Eltern auf die Strasse geschickt werden, weil sie die grosse Kinderschar nicht mehr ernähren können.

Alle 12 Jahre wächst die Weltbevölkerung um 1 Milliarde. Es nützt nichts, wenn wir den Ausstoss von Treibhausgasen deutlich reduzieren, wenn in den Entwicklungsländern der Ausstoss von Treibhausgasen um den gleichen Betrag erhöht wird. Weitere Details im Post «Wir können die Klimaziele nicht einhalten».

Nur durch Einschränkungen und den Einsatz von neuen Technologien können wir den Ausstoss von CO2, Methan und N2O nicht genügend reduziere und wir riskieren, dass es zur Klimakatastrophe kommt.

Auch wenn es möglich wäre, den Ausstoss von Treibhausgasen weltweit sehr stark zu reduzieren, könnte die Erde 10 oder 11 Milliarden Menschen nicht ertragen. Das Artensterben wäre nicht aufzuhalten.

Die Anzahl Kinder pro Frau ist in den industrialisierten Ländern stark gesunken und liegt heute grösstenteils deutlich unter 2,1. Erstaunlich ist, dass z.B. auch im Iran und in Brasilien die Kinderzahl auf 1.8 gesunken ist.

Im Niger z.B. liegt die Kinderzahl aber bei 6,6 und in Nigeria bei 5,1. Kaum sind dort Schulen fertig gebaut, sollten schon wieder neue Schulen geplant werden. Hier hat Hilfe bei der Familienplanung nichts mit Rassismus zu tun! Eine nachhaltige Entwicklung dieser Länder ist fast unmöglich.

Wir dürfen dieses Problem nicht durch die Brille von Ideologen sehen.

Die Weltbevölkerung sollte möglichst bald langsam sinken und das ist ohne Probleme möglich, wenn auf der ganzen Welt Mittel für die freiwillige Familienplanung gratis erhältlich sind.

Und gleichzeitig können alle Paare auf der ganzen Welt so viele Kinder haben, wie sie wünschen.

Was müssen wir ändern um das zu erreichen?

Kinderlosen Frauen darf man nicht mehr das Gefühl geben, dass sie ihre «biologische Bestimmung» nicht erfüllen. Frauen mit und ohne Kinder sind absolut gleichwertig. Anderseits sollen die Krankenkassen Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch weiterhin die künstliche Befruchtung bezahlen. Viele Paare leiden, wenn sich ihr Kinderwunsch lange nicht erfüllt.

Für Teenager ist es ein riesiger Schock, wenn sie feststellen, dass sie schwanger sind. Unerwünschte Schwangerschaften sollten durch gute Aufklärung und leichte Erhaltbarkeit von Verhütungsmitteln vermieden werden.

Es gibt auch einen medizinischen Grund, sich für geplante Schwangerschaften einzusetzen. Um zu vermeiden, dass Babys mit offenem Rücken (Spina bifida) geboren werden, wird Frauen, die einen Kinderwunsch hegen empfohlen, bereits vor der Schwangerschaft, Folsäure zu sich zu nehmen.

Aber wenn wir weniger Kinder haben, wer finanziert dann die Gesundheitsversorgung für ältere Menschen?

Menschen im Ruhestand zahlen kaum mehr Steuern und die Gesundheitskosten steigen, aber anderseits nehmen die Kosten für Kindergärten, Schulen und Universitäten ab. Auch die Kosten für den Ausbau der Infrastruktur werden deutlich sinken.

Die Wirtschaft befürchtet, dass es zu wenig Arbeitskräfte geben wird, umgekehrt fürchten viele, dass durch die Automation und Digitalisierung in Zukunft viele Arbeitsplätze verloren gehen. Beide Befürchtungen sind unbegründet. Mehr im Post «Die Bürger sind wichtiger als die Wirtschaft».

 

Dienstag, 17. Dezember 2019

Wir können die Klimaziele nicht einhalten

Wir können die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht einhalten!

Der weltweite CO2-Ausstoss ist das Produkt aus dem CO2-Ausstoss des einzelnen Menschen mal die Anzahl der Menschen auf der Welt (mehr im Post Grüne Fehlentwicklungen vom November 2019)
2014 lancierte die Umweltschutzorganisation Ecopop (www.ecopop.ch) in der Schweiz die Volksinitiative "Stopp der Überbevölkerung - zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen". Die Initiative forderte weltweit staatliche Mittel zur Förderung der freiwilligen Familienplanung.
Die von Ecopop im Ausland mit Verhütungsmitteln angestrebte Eindämmung des Bevölkerungswachstums geisselte Nationalrat Balthasar Glättli (von den Grünen) als "verächtliche, neokolonialistische Haltung" (NZZ).
Der Leser wird sicher gemerkt haben, dass ich kein Freund von Parteien wie der Sozialdemokratischen Partei und der Grünen bin, die sozialistisches Gedankengut verbreiten. Aber hier geht es nicht um politischen Schlagabtausch. Es geht darum herauszufinden, wie die Linken und die Grünen ihre ideologischen Scheuklappen ablegen können, damit auch sie mithelfen die Weltbevölkerung in den nächsten 30 Jahren zu senken.
Wenn wir die  f r e i w i l l i g e  Familienplanung auf der ganzen Welt ermöglichen, erreichen wir zwei Ziele:
1. Wir erleichtern das Zusammenleben von Frauen und Männern in den Entwicklungsländern und verhindern tödliche Schwangerschaftsabbrüche. Mehr im Blog Selbstbestimmte Sexualität auch in Entwicklungsländern vom Juni 2019. 
2. Gleichzeitig helfen wir die Klimaerwärmung zu mindern.
            Wir Menschen müssen wählen, ob wir mit asketischer Lebensführung die Klimaerwärmung stoppen möchten oder andere rationale Massnahmen ergreifen wollen.
A u c h in den industrialisierten Ländern sollten wir dafür werben, dass die Kinderzahl pro Frau auf 1,2 - 1,6 sinkt. (Bei 2,1 Kindern pro Frau bleibt die Bevölkerungszahl stabil). Ich bin der Ansicht, dass die Kinderzahl nicht unter 1,2 sinken sollte, denn es muss sichergestellt werden, dass die Altersvorsorge nicht gefährdet wird. Die fehlenden Beitragszahler für die Altersvorsorge können nur bedingt durch Eingewanderte ersetzt werden, da die Aufnahmebereitschaft und -fähigkeit der Einheimischen nicht überschätzt werden darf. Bei Kinderzahlen von 1.2 - 1,6 können einige Paare auch 3 Kinder haben, denn es gibt immer mehr Paare, die keine Kinder haben.
Aktuell leben 7,7 Milliarden Menschen auf der Welt.
In den Industrieländern leben 1,4 Milliarden. In China, das schwer einzuordnen ist, leben auch 1,4 Milliarden.
Somit leben annähernd 5 Milliarden Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Der CO2-Ausstoss nimmt in den Industrieländern langsam ab. China will in 10 Jahren auch so weit sein.
Aber die entscheidende Frage wird sein, wie sich der CO2-Ausstoss der Schwellen- und Entwicklungsländer entwickeln wird. 
In den Medien gibt es bis zum Überdruss Beiträge über die Klimaerwärmung, aber keine Beiträge, die sich mit der obigen Frage beschäftigen. In den Statistiken werden die Entwicklungsländer nur einzeln erfasst.
Ich nehme Indien als "Modell-Staat" für die Schwellen- und Entwicklungsländer. Es gibt Entwicklungsländer, die sich rascher als Indien entwickeln, aber auch viele, bei denen die Entwicklung langsamer verläuft. 
Indien stiess 1990 0.61Tonnen CO2 pro Person und Jahr aus (Wikipedia: CO2-Ausstoss pro Kopf). 2020 wird der Wert auf ca. 2.0 steigen. Der Wert hat sich also innert den letzten 30 Jahre mehr als verdreifacht. Wir können annehmen, dass sich der Wert in den nächste 30 Jahren (bis 2050) auch wieder verdreifachen wird. Damit wird der CO2-Ausstoss in dem "Modell-Staat" Indien 2050 6.0 Tonnen pro Person betragen.
Der "Modell-Staat" Indien steht für 5 Milliarden Menschen in den Schwellen- und Entwicklungsländern.
5 Milliarden Personen mal 6.0 Tonnen pro Person gibt 30 Milliarden Tonnen CO2. Wieviel sind 30 Milliarden Tonnen CO2?
Der weltweite CO2-Ausstoss betrug 2017 36.2 Milliarden Tonnen (Statista Research Department).
Wir müssen daraus folgern, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer 2050 riesige Mengen CO2 ausstossen werden, die durch eine Reduktion der Werte in den industrialisierten Ländern unmöglich kompensiert werden können.
Man kann einwenden, dass Indien bis 2050 auch teilweise auf alternative Energieerzeugung umstellen wird. Das mag sein, aber der "Modellstaat" Indien steht auch für Afrika und die Bevölkerung in Afrika wird bis 2050 auf etwa 2,5 Milliarden steigen.
Die Weltbevölkerung beträgt jetzt 7,7 Milliarden. Bis 2050 kommen nochmals 2 Milliarden Menschen dazu. (In den Industrieländern nimmt die Bevölkerung ab, aber in den entwicklungsschwachen Ländern nimmt die Bevölkerung stark zu). Wieviel CO2 werden diese 2 Milliarden Menschen 2050 ausstossen? Diese Frage haben sich die Fachleute scheinbar noch nie gestellt. Lassen sie es mich bitte wissen, wenn sie irgendeinen Bericht finden, in dem obige Frage erwähnt wird.
             Wenn wir die Entwicklung der Weltbevölkerung betrachten, können wir kaum annehmen, dass bis 2050 der CO2-Ausstoss deutlich gesenkt werden kann.
Oder können wir annehmen, dass in den nächsten 10 oder 20 Jahren neue Methoden für die Energieerzeugung gefunden werden, die den Wechsel zu CO2-freier Energieerzeugung leichter machen als bisher angenommen?
Photovoltaik:
Wenn Solarpanels auf Dächern und Aussenfassaden montiert werden, kann mit Photovoltaik sehr umweltfreundlich Strom erzeugt werden.
Photovoltaik hat aber einen grossen Nachteil. In Mitteleuropa erzeugen Solarpanels im Januar 10 mal weniger Strom als im Juli.
Wir brauchen aber im Winter besonders viel Strom. Solarpanels machen nur Sinn, wenn wir Speicher bauen können, in denen der im Sommer erzeugte Strom für den Winter gespeichert werden kann, oder wir finden uns damit ab, dass im Winter zusätzlich Strom mit Gaskraftwerken erzeugt werden muss. Auf Stromspeicher werde ich später zurückkommen.
Windenergie:
Vor acht Jahren hielt ich mich im westlichen Teil von Texas auf. Dort gibt es grosse Windparkanlagen mit sehr hohen Türmen. Ich fuhr unter eine Windkraftanlage, die noch von fünf weiteren umringt war. Es bliess ein konstanter, starker oder sehr starker Wind. Es herrschte ein beeindruckendes Getöse. Man spürte, dass hier riesige Energien abgegriffen werden. Es war ähnlich eindrücklich, wie wenn gleichzeitig drei Helikopter starten würden. Aber wohnen konnte man dort nicht. Ich war erstaunt, dass man in der Schweiz und in Deutschland hunderte solche Anlagen bauen wollte. Es gibt unter den Planern für Energieanlagen und bei den Journalisten zu viele Träumer und zu wenig Realisten.
          Zukunft haben Offshore-Windparks. Wenn aber zu viele Anlagen in einer Region (z.B. Nordsee) gebaut werden, besteht die Gefahr, dass das Stromnetz zusammenbricht, wenn Flaute herrscht.
Vielversprechend ist die Entwicklung von schwimmenden Windkraftanlagen, die z.B. an den Atlantikküsten von Portugal, Frankreich, Grossbritannien und den USA installiert werden können.
Um den drohenden Klimawandel aufzuhalten, müssten Industrie-Nationen wie die USA erheblich mehr in Grundlagenforschung zur Energieversorgung investieren, sagt Microsoft-Gründer Bill Gates. Dazu gehöre auch die Forschung an neuen Typen von Atomreaktoren, wie dem sogenannten Laufwellenreaktor, dessen Entwicklung von Gates mitfinanziert wird. 
 Weiter sagte Bill Gates:„Alle Technologien, die sich erneuerbar nennen, sind nicht verlässlich, da sie nicht an allen Orten in ausreichender Menge vorhanden sind”
Wir brauchen leistungsstarke Energiespeicher. Das Linth-Limmern Pumpspeicherkraftwerk ist das neuste und leistungsstärkste Pumpspeicherkraftwerk in der Schweiz. Es hat eine Speicherkapazität von 33 GWh. Der Jahresverbrauch an Strom der Stadt Zürich beträgt 3000 GWh. Das Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern könnte Schwankungen der Stromproduktion für die Stadt Zürich gerade mal für ein paar Tage ausgleichen. Erstaunlich wenig, da das Staubecken von Linth-Limmern  23 Mio. m3 Wasser fasst und die Höhendifferenz 600 m beträgt. Solarstrom vom Sommer kann so nicht für den Winter gespeichert werden. (Empfohlener Beitrag: https://www.bulletin.ch/de/news-detail/wasserkraft-versus-batterien.html
Alle realistisch denkenden Naturwissenschaftler wissen, dass die Physik beim Bau von Energie- und Speicheranlagen enge Grenzen setzt. Es wird auch in Zukunft keine Wunderanlagen geben!
Anders verhält es sich im IT-Bereich, wo noch erstaunliche Entwicklungen erwartet werden können.
Langfristig wird eines der grössten Probleme sein, dass das CO2, das wir freisetzen sich nur extrem langsam abbaut. Etwa die Hälfte des freigesetzten CO2 wird nach einigen Jahrzehnten vom Meer und dem Land aufgenommen sein, 15% bis 40% des CO2 wird aber auch nach 1000 Jahren noch in der Atmosphäre sein (IPCC). Dies wird weitreichende Folgen haben.




Montag, 24. Juni 2019

Selbstbestimmte Sexualität auch in Entwicklungsländern


Seit Mai 1968 ist es ein Menschenrecht, frei über die Anzahl Kinder entscheiden zu können. 1994 wurde in Kairo von der Weltbevölkerungskonferenz ein Aktionsprogramm zur Verbesserung der reproduktiven Gesundheitsvorsorge, inklusive Familienplanung und das "Empowerment" von Frauen beschlossen.

        Aber ein Recht auf Familienplanung nützt nichts, wenn der praktische Zugang zu Verhütungsmitteln nicht ermöglicht wird. Für grosse Teile der Bevölkerung in den Entwicklungsländern sind Mittel für die Familienplanung unerschwinglich. Sie sind darauf angewiesen, dass ihnen Hilfsorganisationen Verhütungsmittel stark vergünstigt oder gratis anbieten.
Linksliberale und religiöse Organisationen verhindern, dass Geld für die Familienplanung in Entwicklungsländer aufgewendet wird.

      Die katholische Kirche verweist auf den Katechismus.

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P8C.HTM
2370 Die zeitweilige Enthaltsamkeit sowie die auf Selbstbeobachtung und der Wahl von unfruchtbaren Perioden der Frau beruhenden Methoden der Empfängnisregelung [Vgl. HV 16] entsprechen den objektiven Kriterien der Moral. Diese Methoden achten den Leib der Eheleute, ermutigen diese zur Zärtlichkeit und begünstigen die Erziehung zu echter Freiheit. Hingegen „ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzuges des ehelichen Aktes oder im Anschluss an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel" (HV 14). Während die geschlechtliche Vereinigung ihrer ganzen Natur nach ein vorbehaltloses gegenseitiges Sich-Schenken der Gatten zum Ausdruck bringt, wird sie durch die Empfängnisverhütung zu einer objektiv widersprüchlichen Gebärde, zu einem Sich-nicht-ganz-Schenken. So kommt zur aktiven Zurückweisung der Offenheit für das Leben auch eine Verfälschung der inneren Wahrheit ehelicher Liebe ….

      Als ich diesen Abschnitt im Internet gelesen hatte, dachte ich zuerst, dass ich aus Versehen eine Version des Katechismus aus dem vorletzten Jahrhundert geöffnet hatte. Aber es gibt keine aktuellere Version.
Im Psalm 127 steht: Auch Kinder sind ein Geschenk des Herrn; wer sie empfängt, wird damit reich belohnt. Aber daraus kann man nicht ableiten, dass es "verwerflich" ist Mittel für die Familienplanung zu verwenden. In Europa hält sich kaum ein(e) Katholik(in) an den Katechismus, ist sich wohl aber kaum bewusst, dass er grosse Probleme in Afrika verursacht, wenn er Geld der Caritas spendet.

        Nicht weniger verklemmt ist die folgende von linksliberalen Kreisen und Gutmenschen vertretene Ansicht:

Um die Frauen besser zu stellen sollte nicht der Zugang zu Familienplanung verbessert werden, sondern Bildung, Gesundheit und Wohlstand gefördert werden. Die reproduktive Selbstbestimmung kommt dann von alleine.

        Ich empfehle Personen, die solche Ansichten vertreten, eine Reise in eine arme ländliche Gegend in Afrika. Schaut in die Augen hoffnungsvoller junger Mädchen, die wahrscheinlich nie die Mittel für Familienplanung aufbringen können und stellt euch vor wie diese mittellosen Mädchen bald Mütter von sechs bis acht Kindern sein werden!
Viele Mädchen werden sehr früh schwanger und brechen die Schule ab.
Jedes Jahr kommt es zu 89 Millionen ungewollten Schwangerschaften und zu 36 Millionen oft tödlich endenden Schwangerschaftsabbrüchen. https://www.dsw.org/freiwillige-familienplanung/

        Sicher gibt es noch Männer, die ihre Potenz mit der Anzahl ihrer Kinder unter Beweis stellen wollen, oder Schwiegermütter, welche die Frauen zu mehr Kindern drängen. Aber Millionen von Frauen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu Mitteln für die Familienplanung.

        Die meisten afrikanischen Jugendlichen finden heute eine Gelegenheit sich westliche Filme anzuschauen. Darin sehen sie, welche sexuellen Freiheiten wir in Europa und in den USA haben.
Eine Studie aus den USA zeigt, dass junge Männer 19 mal pro Tag an Sex denken. Es ist doch klar, dass das in Afrika nicht anders ist.
Wir haben den Menschen in den Entwicklungsländern lebensrettende Medikamente und auch eine sehr freizügige Kultur gebracht, damit sind wir jetzt auch dazu verpflichtet, den Zugang zu Mitteln für die freiwillige Familienplanung zu ermöglichen.
Man müsste schon rassistisch denken, wenn man die selbstbestimmte Sexualität nur der weissen Bevölkerung vorbehalten möchte.

        25.5 Millionen Menschen in Afrika südlich der Sahara sind mit HIV infiziert. Dies ist ein weiterer Grund, dass mehr Mittel für die Gesundheitsfürsorge kombiniert mit Aufklärung und Zugang zu Empfängnisverhütungsmitteln aufgewendet werden müssen.
In Sambia zum Beispiel leben 60 Prozent der Bevölkerung von weniger als einem Dollar pro Tag. Wie soll da die Bevölkerung durch mehr Schulbildung in den nächsten Jahren die Mittel für die HIV Vorsorge und die Familienplanung selber aufbringen?


Sonntag, 12. Mai 2019

Vom Karnivoren zum Frutarier

Die Zahl der Vegetarier und Veganer nimmt stark zu.
Sie glauben, dass man Tiere nicht töten darf.
Für Vegetarier und Veganer ist der Unterschied zwischen den Menschen und den Tieren klein.
Für Menschen, die Fleisch essen, ist der Unterschied zwischen den Menschen und Tieren so gross, dass sie ohne schlechtes Gewissen Fleisch essen.
Aber auch Vegetarier und Veganer töten Tiere. Wenn sie spazieren, treten sie unfreiwillig auf Ameisen und zum Anbau ihrer pflanzlichen Nahrung werden beim Bearbeiten der Äcker unzählig viele Würmer, Käfer und Mäuse zerdrückt und sterben einen qualvollen Tod.
Die meisten Menschen haben deutlich mehr Mitgefühl für Pferde, Rinder, Schafe und Kaninchen als für Hühner und Fische. Aber auch für Hühner und Fische empfinden wir mehr als für Insekten oder gar für das einzellige Pantoffeltierchen. Oder zögern wir nicht auch, wenn wir im Biologieunterricht ein Pantoffeltierchen töten müssen?
Haben wir das Recht für Pferde mehr zu empfinden als für Pantoffeltierchen? Wir nehmen mehr Rücksicht auf Tiere, in denen wir eine Ähnlichkeit mit uns sehen oder die sich ähnlich wie wir verhalten, wie zum Beispiel die Delphine.

Noch weiter gehen die Frutarier. Sie glauben, dass nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen ein Recht auf Leben haben.
Frutarier streben eine Ernährung mit pflanzlichen Produkten an, die nicht die Beschädigung der Pflanze zu Folge haben. Dazu gehören z.B. Obst, Nüsse und Samen. Das Holz für Möbel sollte nur von umgestürzten Bäumen stammen.
Wenn ich im Garten einen Kopfsalat schneide, habe ich ein ungutes Gefühl. Der knackige Kopfsalat wollte eigentlich noch aufschiessen und Samenstände bilden.
Der Strunk einer frisch gefällten Birke stösst grosse Mengen an Xylemsaft aus. Kann man das nicht mit bluten oder weinen vergleichen?
Steve Jobs war eine Zeit lang Frutarier. Er hatte Mitgefühl mit wachsenden Pflanzen. Konnte er sich deshalb so erfolgreich in uns IT-Laien hinein denken und deshalb als erster ein benutzerfreundliches Handy entwickeln?
Auch Mahatma Gandhi lebte fünf Jahre lang als Frutarier, bevor er wieder Vegetarier wurde.

Am 27. November 2017 publizierte ich einen Blogpost, in dem ich schrieb, dass ich das Wiedererwachen eines moderaten Pazifismus begrüssen würde. Ich finde es schade, dass sich die Vegetarier und Veganer nicht auch in dieser Richtung äussern.
Für mich sind die Fleischesser und die Frutarier am konsequentesten. Die Vegetarier und die Veganer müssen sich viele Fragen gefallen lassen, die sie nur schwer beantworten können.
Veganer meiden das Karminrot, das häufig als Lebensmittelfarbstoff eingesetzt wird. Karmin ist ein aus Cochenille Schildläusen gewonnener roter Farbstoff und ist damit ein tierisches Produkt. Aber was machen Veganer, wenn ihre Rosen von Blattläusen befallen sind? Sie müssen ja nicht zur Chemiekeule greifen. Man kann Marienkäfer einsetzen, die heute im Fachhandel erhältlich sind. Ist dies erlaubt, wenn man nicht zuschaut wie die Marienkäfer die Läuse verspeisen? Oder darf man Brennnesselsud einsetzen, mit dem die Blattläuse langsam sterben?
           Vegetarier möchten nicht, dass ihretwegen Tiere leiden müssen und getötet werden. Sie essen nur Milchprodukte, Eier und pflanzliche Erzeugnisse.
Bis jetzt dachte ich, dass die Vegetarier ohne Probleme nach ihrem Grundsatz leben können, bis ich bei meinen Recherchen auf die Webseite animal-rights-switzerland.ch/milch stiess:
Jedes zweite Kälbchen ist männlich und müsste sofort nach seiner Geburt getötet werden, wenn es keine Fleischesser geben würde.
Gerade einmal ein bis drei Tage darf das frisch geborene Kälbchen mit seiner Mutter verbringen. Danach wird es der Mutterkuh entrissen, damit es die produzierte Muttermilch nicht wegtrinkt.
Schon nach zehn Wochen werden die Kühe wieder künstlich besamt. Kühe geben nach dem Kalbern am meisten Milch. Würden sie nicht laufend Kälber gebären, würde die Milchleistung deutlich sinken. Daraus folgt, dass die lacto-vegane Ernährung nur dank den Fleischessern möglich ist.
Vegetarier und Veganer möchten nicht, dass ihretwegen Tiere getötet werden. 
Extreme Tierschützer bezeichnen das Töten von Tieren als kriminellen Akt. Sie demolieren Hochsitze, befreien Hühner und Schweine aus Tierfabriken, beschmieren Schaufenster von Metzgereien und bedrohen Menschen, die sich ihnen entgegenstellen und verachten selbst moderate Tierschützer.
Richard David Precht schreibt in seinem Buch "Tiere Denken": … diese Abgrenzung markiert die eigene Identität und hält das Selbstwertgefühl und die Gruppensolidarität zusammen. ….eine intellektuelle Einsicht, der man kompromisslos folg, oder die Lust daran, andere grundsätzlich schlechter zu finden als sich selbst.
Dies sind meiner Ansicht nach alles Merkmale, die man auch bei allen anderen Ideologien und Religionen findet. Man findet diese Mechanismen bei den Jungsozialisten, bei den Neonazis und bei allen extremen religiösen Bewegungen.
In der Natur heisst es fressen und gefressen werden. Die Grillen werden von Mäusen gefressen, die Mäuse von Schlange und die Schlangen werden vom Adler gefressen. Die Natur ist brutal.


Warum darf denn der Mensch nicht das Fleisch von Tieren essen? Tierschützer vertreten oft die Ansicht, dass der Unterschied zwischen den Tieren und den Menschen klein ist. Warum dürfen wir uns trotzdem nicht wie ein Glied in einer der Nahrungsketten verhalten?
Der Unterschied Mensch-Tier muss also doch so gross sein, dass für uns völlig andere Regeln gelten!
Wir haben eine Verantwortung den Tieren gegenüber.
Als ich geboren wurde gab es 2 1/2 Milliarden Menschen, jetzt 7 1/2 Milliarden. Tausende Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Der Mensch hat sich hemmungslos auf Kosten der Tiere vermehrt. Und immer noch gibt es Menschen die sich gegen eine Förderung der freiwilligen Familienplanung auf der ganzen Welt wenden.
       Wir haben eine Verantwortung den Tieren gegenüber, deshalb muss das Artensterben so rasch als möglich gestoppt werden und wir müssen auch das Leiden bei der Nutztierhaltung stoppen.

Die Fläche, die einem einzelnen Huhn oder Schwein zugestanden wird, ist immer noch skandalös klein! Und viele Tierfabriken sind abstossend gross!
Die meisten Konsumenten würden kaum mehr Fleisch essen, wenn sie Tierfabriken mit den minimalen und gesetzlich erlaubten Standards besuchen würden.







Montag, 19. November 2018

Grüne Ideen und Ideologien



Grüne Fehlentwicklungen

Plastik
Riesige Mengen an Plastik verschmutzen die Meere. Dies muss gestoppt werden! Aber wie?
An den Stränden von Europa stammt der grösste Teil des angeschwemmten Plastiks von Schiffen.
In den Häfen der EU-Staaten mussten bis jetzt alle Schiffe eine Abfallgebühr bezahlen.
Sie erhalten dafür eine Freimenge. Wenn ein Schiff mehr Abfälle abliefern will, muss es eine zusätzliche Gebühr bezahlen. Dies führt natürlich zur Versuchung den überschüssigen Abfall illegal im Meer zu entsorgen.
Nach einem neuen Richtlinienvorschlag können die Schiffe Abfälle ohne Mengenbegrenzung abgeben. Die Häfen müssten dafür höhere fixe Gebühren verlangen und wehren sich dagegen, weil dies zu einem Wettbewerbsnachteil führen würde.
Aber diese neuen Richtlinien müssen so rasch als möglich in Kraft treten, wenn wir die Verschmutzung der Meere ernsthaft stoppen wollen.
Von dieser neuen Richtlinie habe ich erst einmal in den Medien erfahren.
Stattdessen verbreiten die Medien dutzende Artikel, in denen der Einsatz von Plastiksäcken mit Gebühren belastet werden soll und suggerieren, dass wir damit etwas zur Reinhaltung der Meere beitragen. Ich vermute aber, dass in Europa kaum ein Promille dieser Plastiksäcke im Meer landet.
Dies ist reine S c h a u m s c h l ä g e r e i. 
Für die Medien ist es nicht attraktiv über Hafenauffangeinrichtungen für Schiffsabfälle zu berichten. Sie berichten lieber über Gesetze, die den Gebrauch von Kunststoffartikeln beschränken und bedienen damit das bei jedem Menschen im emotionalen Bereich verankerte Spar- und Verzichtssyndrom.
Abgesehen davon bin ich natürlich auch dafür, dass sich jeder persönlich für den nachhaltigen Gebrauch unserer Ressourcen einsetzt.

Brennholz
Heizen mit Holz ist klimaneutral. Dies ist nur die halbe Wahrheit!
Blätter, Äste und Baumstämme verrotten im Wald und bilden Humus. Der Humus seinerseits wird durch Bakterien langsam abgebaut (Mineralisation).
In einem Naturwald bleibt die Humusschicht immer gleich hoch. Es besteht ein Gleichgewicht. Es wird gleich viel Humus aus neuer Biomasse gebildet, wie Humus durch Mineralisation abgebaut wird.
Wenn regelmässig Holz aus dem Wald entfernt wird, entsteht ein neues Gleichgewicht, die Humusschicht wird dünner und der CO2-Speicher Humus wird kleiner.
In der obersten Bodenschicht der Welt sind mehrere Tausend Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden, mehr als in der Erdatmosphäre und der gesamten Erdvegetation zusammen.
Der Humus ist eine ganz wichtige Kohlenstoffsenke, die heute auch durch intensive Landwirtschaft und Brandrodungen erheblich reduziert wird.

Sonnenenergie
Die Photovoltaik ist eine faszinierende Technologie, mit der fast unbeschränkt viel Energie gewonnen werden kann.
Die Nutzung der Sonnenergie bringt aber vorläufig noch grosse Probleme mit sich.
In Zürich scheint die Sonne im Juli durchschnittlich 6.8 Stunden, im Januar aber nur 1.4 Stunden (wetter.com).
Im Januar ist der Energieverbrauch aber am grössten und im Juli am kleinsten.
Die Einspeisevergütung ist im Winter und Sommer die gleiche.
Dies ist realitätsfremd! Die Einspeisevergütung muss im Winter höher sein als im Sommer!
Es braucht Kurz- und Langzeitspeicher.
Vielversprechend sind Power-to-Gas-Anlagen, aber die so gespeicherte Energie wird heute immer noch viel zu teuer.
Wenn der so gewonnene Wasserstoff wieder in Strom verwandelt wird, beträgt der Gesamtwirkungsgrad nur 40%.

Klimaerwärmung
Der CO2-Ausstoss muss reduziert werden.
Die CO2-Emissionen in Tonnen pro Person und Jahr sind in den einzelnen Ländern sehr verschieden.                      
Katar                                40.4
USA                                  16.5
Deutschland                       9.4
Indien                                 1.6 (steigt rasch)
Republik Kongo                 0.5

Durch Konsumverzicht kann die CO2-Emission pro per Person
reduziert werden.                        

Der weltweite CO2-Ausstoss ist das Produkt aus dem CO2-Ausstoss des einzelnen Menschen mal die Anzahl der Menschen auf der Welt.

    CO2-Ausstoss des                    Anzahl Menschen               weltweiter
   einzelnen Menschen       X         auf der Welt        =    CO2-Ausstoss 

Die Weltbevölkerungszahl ist demnach gleich wichtig wie die Emission pro Person.
Diese Tatsache ist aber für die meisten Grünen ein Tabu.
Alle 12 Jahre wächst die Weltbevölkerung um 1 Milliarde Menschen.
Es bringt langfristig wenig, wenn wir unseren Ausstoss von Treibhausgasen um einen Drittel reduzieren, wenn in der gleichen Zeit die Weltbevölkerung um einen Drittel zunimmt.
Die Zunahme der Weltbevölkerung sollte durch freiwillige Familienplanung verlangsamt werden.
Greenpeace, der WWF und die meisten Naturschutzverbände verschweigen diese Zusammenhänge, man könnte ja als Rassist gelten. Die Verantwortlichen sind zu feige, lieber lassen sie die Welt zu Grunde gehen.
Alle Ideologen und alle Religiösen haben Schwierigkeiten sich mit dem Thema Bevölkerungswachstum zu befassen.

Artensterben
Experten schätzen, dass täglich zwischen 50 und 150 Arten unwiederbringlich von der Erde verschwinden.
Ein grosser Teil der Tier- und Pflanzenarten wird in den nächsten Jahrzehnten verschwinden.
Nur wenn man ideologische Scheuklappen trägt, sieht man nicht, dass die Hauptursache für das Artensterben das Bevölkerungswachstum ist.
   



Der jüdische Glauben

Ich bin überzeugt: Ideologien und Religionen gefährden den Frieden. Gilt dies auch für den jüdischen Glaube? Die jüdischen Speisegesetze...